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2001  

Besuchergruppe in Berlin
Der Vorstand des Mühlenvereins um Vorsitzenden Kurt Altena (r.) besuchte mit Partnern jetzt die Bundeshauptstadt Berlin und war Gast von Prof. Dr. Uwe Jens. Der SPD-Bundestagsabgeordnete (3.v.r.) erhielt als Gastgeschenk ein schönes Mühlenmodell.

 NRZ  2. Januar 2001 (Foto privat)


2001  

Großes Mühlenfest mit Handwerkermarkt

Mühlenverein lässt's zum Jubiläum richtig krachen

 Hiesfeld. Mit einem Festabend und einem großen Mühlenfest feiert der Hiesfelder Mühlenverein am 18. und 20. Mai sein 25-jähriges Bestehen. Höhepunkt der Feiern: Einer der schönsten und größten Handwerkermärkte der Umgebung, wie Mühlenverein-Vorsitzender Kurt Altena stolz bemerkt. Gemeinsam mit dem Schatzmeister des Vereins, Heinz Pennings, stellte er jetzt das umfangreiche Programm vor.

       Der Festabend steigt am Freitag, 18. Mai, um 19 Uhr in der Aula des Gustav-Heinemann-Schulzentrums in Hiesfeld. Nach dem musikalischen Auftakt durch die Big Band des Gymnasiums Hiesfeld und der Begrüßung der Gäste durch Kurt Altena hält Bürgermeisterin Sabine Weiss die Festansprache. Es folgen Grußworte, u.a. durch den Landrat des Kreises Kleve und Vorsitzenden des Mühlenvereinverbandes Rheinland, Rudolf Kersting. Die Ehrungen der 20 „Silberjubilare" ist eingebettet in Beiträge des MGV Liederkranz Barmingholten, der Schautanzgruppe der 1. Ruhrorter KG Grün-Weiß, des Mandolinenvereins Barmingholten und der Oberlohberger Klompendänzer. Auf besonderen Wunsch singt Fritz Kordemann das russische Lied vom „einsamen Glöcklein".

Olaf King, Entertainer       Als Star-Gast kommt Entertainer Olaf King aus Oldenburg. Er kann parodieren (Elvis, Louis Armstrong, Guildo Horn, Karl Dall) spielt Trompetensoli wie „Il Silenzio„ oder „La Montanara„ und singt Oldies von Drafi Deutscher bis Harry Belafonte.

       Die Moderation liegt in den bewährten Händen von Ronny Schneider, Vorsitzender des Dinslakener Heimatvereins. Nach dem offiziellen Teil schließt sich ein Tanz- und Klönabend an, bei dem die Kapelle Franz Rabiga für den musikalischen Teil sorgt. Karten für den Festabend zum Preis von 15 Mark sind bei Monika Schürmann, Immobilienbüro, Mittelfeldstraße 5, tel 93063 und beim Vorsitzenden Kurt Altena, tel 94188, erhältlich.

       Das große Mühlenfest geht am Sonntag, 20. Mai von 10.30 bis 18 Uhr rund um die Wassermühle über die Bühne. Im Mittelpunkt: Der riesige Handwerkermarkt. An 26 Ständen sind u.a. vertreten: Glasbläser aus dem Schwarzwald, Korbflechter aus Wachtendonk,ein Weber aus Krefeld mit seinem Webstuhl, Papierschöpfer John Gerard aus Rheinbach, ein Holzschuhmacher aus Münster, ein Blaudrucker aus Sonsbeck, ein Tierfiguren-Künstler aus Alpen, ein Töpfer aus Moers mit alter Töpferscheibe, ein Schmied aus Möllen.

       Hobbykünstler aus Dinslaken und Umgebung zeigen Bauermalerei, Holzarbeiten, Tiffany-Arbeiten, Arbeiten an der Drechselbank, Floristen und Trockengestecke. Aus Hünxe, Gahlen und Oberlohberg knattern über 30 Traktoren heran zu einer Schau mit alten und neuen Fahrzeugen. Schacht Lohberg und Lippeverband stellen an einem gemeinsamen Stand Rahmenbetriebsplan und Rotbachkonzeption vor, schenken aber auch den eigenen „Haldenwein" aus.

       Auf die Kinder warten eine Wiese mit vielen Kaninchen, die örtliche Zuchtvereine schicken, Kutschfahrten, Kinderschminken, Glücksrad und Wagen der Hiesfelder Wehr. Viele der 130 Mitglieder des Mühlenvereins und zahlreiche Helfer aus Hiesfelder und Oberlohberger Vereinen sorgen für die Bewirtung. Die Landfrauen backen wieder Brot und servieren Schmalstullen, die Vorstandsfrauen verkaufen Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, eine Niederrheinische Kaffeetafel wird angeboten.

       Der Erlös aus sämtlichen Aktivitäten kommt - natürlich - wieder den Mühlen zugute, denn die kosten Geld, das der Mühlenverein zu allererst immer aus eigener Tasche aufbringt!

  NRZ  12. Mai 2001  Jörg Große-Weischede


2001  

Jetzt fehlt nur noch ein Zuschuss vom Land

 Mühlenverein hofft zum Jubiläum auf Finanzhilfe

Hiesfeld. Mit einem Festabend am heutigen Freitag in der Aula des GHZ und einem großen Mühlenfest am Sonntag rund um die Wassermühle am Rotbach feiert der Hiesfelder Mühlenverein sein 25jähriges Bestehen. In die Freude des Silberjubilars über das bisher Erreichte fließt auch leichte Enttäuschung. Der Vorstand bemüht sich seit Jahren vergeblich um einen Zuschuss aus Landesmitteln, um das ans Mühlenmuseum angrenzende Gebäude in den Mühlenkomplex integrieren zu können. Das Gebäude am Freibad, in dem früher der städtische Schwimmmeister gewohnt hat, soll ausgebaut und in die Arbeit des Mühlenvereins einbezogen werden. Voraussichtliche Kosten: 300 000 Mark. 100 000 Mark hat der Verein selber schon auf die hohe Kante gelegt. Die fehlenden 200 000 Mark zur Vervollständigung des Museumsgebäudes erhoffte man sich vom Land.

       Die Aussichten schienen auch gut. Besucher - von der früheren Ministerin für Stadtentwicklung, Ilse Brusis, über Vertreter der IBA Emscher bis hin zum Förderverein NRW-Stiftung - machten sich vor Ort ein Bild, lobten das bislang Geschaffene und fanden die Pläne förderungswürdig. Aber wenn es ans Zahlen gehen sollte, hakte es jedes Mal. So wollte die NRW-Stiftung nur einspringen, wenn das zum Ausbau vorgesehene Gebäude vom Verfall bedroht gewesen wäre. Andere vertrösteten auf finanziell bessere Zeiten.

       Der Vorstand um den Vorsitzenden Kurt Altena kann die Absagen nicht begreifen. Der Verein hat in den 25 Jahren seines Bestehens immerhin rund 400 000 Mark aus eigenen Mittel in Renovierung und Unterhaltung von Wind- und Wassermühle gesteckt und in die Beschaffung der Modelle im Mühlenmuseum. Diese ehrenamtlichen Leistungen sind öffentlich längst anerkannt worden, zum Beispiel durch die Ehrung des Vereins „pro Ruhrgebiet". Kurt Altena: „Wir fühlen uns schon von den zuständigen Institutionen des Landes allein gelassen."

       Aber den Kopf hängen lassen will man in Hiesfeld nicht. Altena energisch: „Ich werde den Leuten weiter auf die Füße treten. Es kann doch nicht sein, dass es Zuschüsse in Millionenhöhe zur Umwandlung von Industriebrachen in Erlebnisparks gibt und wir nicht den relativ bescheidenen Betrag von 200 000 Mark für unser Mühlenprojekt bekommen."

Fritz Kordemann       Doch heute Abend und am Sonntag steht erst einmal reine Freude auf dem Programm. Und wenn dann Fritz Kordemann „Das einsame Glöcklein" anstimmt, die heimliche Nationalhymne der Hiesfelder, dann weicht die Enttäuschung dem Stolz auf 25 Jahre Mühlenaktivitäten.

 NRZ 18. Mai 2001 Jörg-Große-Weischede


2001  

Rat bewilligte zusätzliche Mittel für den Bau der Dreifachturnhalle / Gesamtkosten von 8,7 Millionen

Blauäugigkeit oder taktisches Kalkül
- Kritik an viel zu später Information

von JÖRG WERNER

... Wo der Rat schon einmal die Ferien unterbrochen hatte, arbeitete er gleich zwei weitere Themen mit ab. Das ehemalige Bademeisterhaus in Hiesfeld soll zu einer Begegnungsstätte für das Mühlenmuseum umgebaut werden. Kosten wird dies 648 000 Mark. 259 000 Mark davon kommen aus Mitteln eines Arbeitsmarktprojektes, 334 000 Mark schießt das Land zu, den Rest übernimmt der Mühlenverein, so dass für die Stadt keine Kosten entstehen. Gleichwohl mussten die Mittel formal im städtischen Etat veranschlagt werden, wozu der Rat gerne seine Zustimmung gab. Zugestimmt hat er auch...

 RHEINISCHE POST  15. August 2001


2001  
Gruppenbil Spende durch Kochbuch

Freude beim Mühlenverein Hiesfeld: Vorsitzender Kurt Altena, Geschäftsführer Kurt Terlaak und Schatzmeister Heinz Pennings bekamen von Alette Horstmann und ihren Landfrauen eine Spende von 1000 Mark aus dem Verkauf der „Erprobten Rezepte Hiesfelder Landfrauen" zum Umbau der Mühle, 2500 Mark gingen an das Kinderheim, 1500 Mark an die Obdachlosentafel und 500 Mark an den Brunnenbau in Äthiopien.

 NRZ  19. September 2001, Foto Fröhlich


2001  

1000 Mark für Mühlenverein

SPENDE / Ehepaar Runge hatte zur Goldhochzeit statt Geschenken Geld für Ausbau gesammelt.

DINSLAKEN. Über eine weitere Umbauspende dürfen sich der Mühlenverein Hiesfeld und sein Vorsitzender Kurt Altena freuen. Die Eheleute Ruth und Karl-Heinz Runge hatten anlässlich ihrer Goldhochzeit auf Geschenke verzichtet und stattdessen um Spenden gebten. In dem ausgestellten Mühlenmodell kamen 870 Mark zusammen, die das Jubelpaar um weitere 130 Mark zu einem vvollen Tausender aufstockte.
"Eine gute Idee", meint Kurt Altena und verbindet sein Lob mit einem herzlichen Dankeschön.

 NRZ  20. September 2001


2001  

Lange kämpfte Kurt Altena um das alte Bademeisterhaus. Es zahlte sich aus: Das Land unterstützt das Projekt.

Die Baustelle mit Bagger

Das Haus links ist das Bademeisterhaus. Am Museum ist noch der helle Teil zu erkennen, der baupolizeilich am 27. Februar 1933 als Waschküchenanbau, genehmigt wurde.

von MICHAEL SCHWARZ

DINSLAKEN. Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Lange hatte Mühlenvereins-Vorsitzender Kurt Altena für eine Einbeziehung und damit den Umbau des ehemaligen Bademeisterhauses an das schon bestehende Mühlenmuseum gekämpft. Im Juni dieses Jahres kam endlich die nicht mehr für möglich gehaltene Zusage vom Land, sich finanziell zu beteiligen. Mittlerweile sind in Hiesfeld die Entkernungsarbeiten in vollem Gange.

1997 hatte Kurt Altena den ersten Antrag im Ministerium gestellt, weitere folgten an IBA und NRW-Stiftung. Immer hieß es: förderungswürdig schon, aber andere Projekte hätten Vorrang. Im Frühjahr wollte der engagierte Vorsitzende bereits aufgeben, aber plötzlich erhielt er einen Rückruf aus Düsseldorf. Es folgte die Besichtigung einer Delegation aus der Landeshauptstadt und drei Gespräche im Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen, Kultur und Sport. Im Sommer war dann alles klar, die Zuschüsse in trockenen Tüchern. "Wie Weihnachten im ]uni", freute sich Altena, der tatkräftig von Schatzmeister Heinz Pennings unterstützt wurde.
450 000 Mark sind von Architekt Heinz Husmann insgesamt veranschlagt. 70 Prozent übernimmt das Land per se, weitere zehn Prozent steuert es durch ein Sonderförderungsprogramm für Langzeitarbeitslose bei. Die verbleibenden 20 Prozent werden noch einmal vermindert durch die vier vom Arbeitsamt subventionierten und ungelernten Arbeitskräfte des Jugendheimstättenwerks, die über 50 Prozent des Umbaus erledigen. Angeleitet werden sie von Fachkräften des Service Civil International aus Moers.

Baurbeiter"Hier wird gerade Arbeitslosen eine sinnvolle Betätigung geboten", merkte Brigitte Pawlik von der Standort-Entwicklungsgesellschaft an. Sie hatte das Projekt auch im Ministerium befürwortet. Alle weiteren Arbeiten werden von Fachbetrieben aus der Region ausgeführt. Die schließlich verbleibenden 54 500 Mark müsste eigentlich die Stadt aufbringen. Der Mühlenverein erklärte sich aber bereit, diese Summe aus eigenen Rücklagen bereitzustellen. Damit hat die Stadt nur noch die Bereitstellungskosten zu tragen. Auf 150 Quadratnretern werden in Erd- und Obergeschoss zwei große Räume entstehen.

Das geht nicht ohne statische Finesse, da die Zwischenwände entfernt werden müssen. Ein besonderer Clou: Die beiden Etagen sind durch eine Spindeltreppe verbunden, die auf einem Mühlenstein steht. Direkt angeschlosscn ist der neue Komplex an das bereits bestehende Museum. Der Haupteingang wird künftig zwischen altem und neuem Gebäude liegen. Direkt dahinter entsteht eine Küche. Zum Rotbach hin wird sich eine idyllische, überdachte Terrasse anschließen. "Im Mai wird hoffentlich alles fertig sein", kann Altena die weitere Attraktivitätssteigerung des Museums kaum erwarten.

 NRZ  1. Dezember 2001


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