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1994  
Rotbachsee muß Wasser ablassen
Das Rückhaltebecken ist randvoll

Hiesfeld (gw). Selten stießen die Schwäne am Rotbach-See auf soviel Interesse wie in diesen "flüssigen" Tagen. Zum Jahreswechsel und gestern nutzten, nachdem sich die Situation am Rheinufer nach Weihnachten entspannt hat, zahlreiche Spaziergänger die Gelegenheit, das unverhofft angewachsene Revier der gefiederten Großfamilie Schwan zu besuchen. Durch Bergschäden und die anhaltenden Niederschläge ist das durchschnittlich 450 000 Kubikmeter fassende Hochwasser- Rückhaltebecken nun so voll, daß über das manuelle Wehr zwischen See und Mühle Wasser abgelassen werden muß.

     Doch so ganz unproblematisch gestaltet sich der Strom der Fluten Richtung Rhein nicht. "Durch Bergschäden und Erdverwerfungen fließt der Rotbach in diesem Bereich rückwärts", so Horst Dickhäuser, Pressesprecher der Stadt Dinslaken. Durch den entstehenden Wasserstau kam es über die Feiertage zu Überschwemmungen im Mühlenbereich.
     Das Kernproblem ändere sich erst, wenn der Lippeverband im kommenden Jahr ein neues Bachpumpwerk bauen sollte, informiert Dickhäuser. Dann könne der Abfluß der Fluten automatisch geregelt werden. Zur Zeit öffnen Mitarbeiter des Baubetriebsamtes den "Pfropfen" per Hand: "Der Wasserspiegel des Beckens fällt gegenwärtig um rund einen Zentimeter in der Stunde", so ein Angestellter des Baubetriebsamtes, der gestern einen ganzen Tag lang Dienst am Stauwehr tat.
     Wieviel Wasser in dem Rotbach-See ist, kann im Moment niemand sagen. Fest steht, daß das Maß voll ist. "Erst mit dem neuen Pumpwerk kann der Pegel an Bund See gemessen werden", teilt Horst Dickhäuser mit.
     Ganz andere Sorgen hat die Familie Lük, die "Am Steppenkamp" zwischen Hiesfeld und Dinslaken wohnt: "Hinter unserem Haus fließt der Rotbach entlang. Wir schauen schon jeden Morgen aus dem Fenster und hoffen, daß er nicht überschwappt und in unseren Keller läuft", berichtet Mutter Margret. Um die Wassermassen, die da von Hiesfeld den Rotbach herunterkommen werden, schon im Voraus in Augenschein zu nehmen, radelte die ganze Familie gestern vormittag schon 'mal vorsorglich zur Stauwehr hinter der Mühle.
     Relativ gelassen sieht die Wasserschutzpolizei Wesel das erneute Hochwasser zum Jahreswechsel auf dem Rhein. Heute früh soll, wenn die Vorausberechnungen zutreffen, der Pegelstand auf dem Rhein mit 8,80 Meter seinen Scheitelpunkt erreichen. Gestern stiegen die braunen Fluten nur noch um ein bis zwei Zentimeter in der Stunde an. Bei Erreichen der Hochwassermarke 1 (Pegelstand Wesel: 8,70 Meter) treten die ersten Beschränkungen für die Binnenschiffahrt in Kraft.

 NRZ , Markus Peters, 4. Januar 1994

NRZ-Photos (3) Eduard Behrendt

1994

 

 

 

 Hochwasser auch ohne Rhein
SandsäckeSandsäcke schleppten jetzt freiwillige Helfer, um das Mühlenmuseum in Hiesfeld vor einer möglichen Überflutung zu schützen. Die Mühle liegt doch gar nicht am Rhein, sagen Sie jetzt, und das Rheinhochwasser sei doch längst wieder zurückgegangen. Das stimmt wohl, dafür versuchte jetzt aber der Rotbachsee und damit auch der Rotbach sein Bett zu sprengen.
     Der anhaltende Regen hatte jetzt auch hier zu einem überhöhten Wasserstand geführt. Doch die Anwohner sind gewappnet. Die Ausstellungsstücke des Mühlenmuseums wurden in Sicherheit gebracht, hier wie auch in Privathaushalten stehen die Pumpen bereit. Hoffen wir für die Rotbachanlieger, das diese nicht zum Einsatz kommen müssen.
 Niederrhein Anzeiger  5. Januar 1994

1994

Bauarbeiten am Rotbach in Hiesfeld beginnen:

Neues Pumpwerk bietet mehr Sicherheit vor Hochwasser

Hiesfeld. Der Lippeverband beginnt in diesen Tagen mit dem Bau eines Pumpwerks am Rotbach in Hiesfeld. Damit wird ein auf  Dauer unhaltbarer Zustand- der Abfluß des Rotbachs ist aufgrund von Bergsenkungen gestört - Anfang 1996 beendet sein. Das Pumpwerk wird am tiefsten Punkt der Senkung bei Bach-Kilometer 7,0 nahe der Straße "Auf dem Lok" errichtet und fördert das Wasser auf ein Höhenniveau, das freien Abfluß gewährleistet.

Bei der Förderleistung des Pumpwerks von 6000 Litern pro Sekunde und einem vorgeschalteten, naturnahen Hochwasserrückhaltebecken sinkt die Wahrscheinlichkeit eines Hochwassers am Rotbach auf weniger als einmal in hundert Jahren. Vergleichbar starke Niederschläge wie zur Jahreswende 1993/94, als es fast zu größeren Überflutungen gekommen wäre, werden dann keinen Schaden mehr anrichten können. Die Arbeiten sind aufwendig und werden etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen. Zunächst fallen für das 12 Meter tiefe Bauwerk umfangreiche Erdarbeiten an. Bis zur Herstellung der Baustellenzufahrt von der Büngelerstraße zum Pumpwerk werden in den ersten ein bis zwei Monaten Transporte über die Straße "Auf dem Lok" abgewickelt. Die Anwohner werden für unvermeidbare Belästigungen um Verständnis gebeten.
       Die Kosten für das Pumpwerk sind mit 20,5 Millionen Mark veranschlagt und werden vollständig vom Bergbau getragen. Während sie den Menschen vor großem Schaden bewahren, können Bachpumpwerke für die Natur ein großes Problem darstellen. Ein Pumpwerk unterbricht den Bach, zum Beispiel sind Fische im Oberlauf vom Unterlauf gänzlich abgeschnitten. Deshalb erprobt der Lippeverband am neuen Pumpwerk Dinslaken-Rotbach erstmals eine Vernetzung: Ein Seitenarm, eine Art "Bypass", wird am Pumpwerk vorbeigeführt.
       Dadurch bleibt der Bachlauf in ökologischer Hinsicht eine zusammenhängende Einheit. Hat dieses Pilotprojekt Erfolg, will der Lippeverband auch bei anderen Pumpwerken für eine Vernetzung sorgen.

 Niederrhein Anzeiger  19. Januar 1994

20 Jahre später neue Nachrichten zur Pumpe und zum Bypass:Logo oldNews LINK

 

1994  
Kurt Altena will Bürger für private Initiativen gewinnen

Neues Stadtoberhaupt ist im Rat ein "alter Hase"

BürgermeisterDinslaken. Dinslakens neuer "erster Bürger" bringt für sein Amt gute Voraussetzungen mit: Kurt Altena ist kommunalpolitisch erfahren, mit seiner Heimat verbunden und er kann mit Menschen umgehen. Der 64jährige gehört seit 1968 der SPD an, ein Jahr später wurde er in den Stadtrat gewählt. Seit 1979 sitzt Altena im Fraktionsvorstand, und seit dieser Zeit fungiert er, allgemein geschätzt, als Vize-Bürgermeister. Nach dem Tod von Karl-Heinz Klingen im November übernahm er die Geschäfte als amtierender Bürgermeister und bewies dabei, daß sich Routine auszahlt.
     Auf Menschen zugehen, ausgleichend zu wirken, das hat der gebürtige Hiesfelder (er ist verheiratet und hat einen Sohn) im Beruf und in Ehrenämtern unter Beweis gestellt. Fast 25 Jahre war er Betriebsratsvorsitzender der "Wohnbau". Seit 1956 gehört der begeisterte Sportler  dem Vorstand des Kreissportbundes an, seit 1982 führt er diesen Kreisverband, dem 477 Vereine und 137.200 Sportler angehören. Und nicht nur als Vorsitzender des Mühlenvereins Hiesfeld (seit 1982) zeigt er, daß ihm heimatliches Brauchtum am Herzen liegt.
     Als Stadtoberhaupt will sich Altena bemühen, die Bürger für mehr private Initiativen zu gewinnen. Vieles werde künftig für die Stadt nicht mehr finanzierbar oder personell leistbar sein. Außerdem müsse das Anspruchsdenken zurückgenommen werden: "Das erfordert Mut zu unpopulären Wahrheiten Ich bin für Ehrlichkeit."
     Angesichts des "Super-Wahljahres '94" will der Bürgermeister dafür sorgen, den "Wahlkampf vor der Tür des Sitzungszimmers zu halten." Das jetzige Klima zwischen Rat und Verwaltung sei beispielhaft.

 NRZ  Jörg Große-Weischede, 16. März 1994


1994  

Auf  Hochglanz haben die Mitarbeiter des Hiesfelder Mühlenvereins nach sechswöchigem Umbau wieder das Mühlenmuseum in der alten Wassermühle am Rotbach in Hiesfeld gebracht. Pfingstmontag, dem Mühlentag der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde, soll es wieder zwischen 10 und 17 Uhr seine Tore öffnen, ebenso die Windmühle an der Sterkrader Straße. Besucher werden einige neue Ausstellungsstücke finden, unter anderem Modelle einer bulgarischen, finnischen und schwedischen Mühle. Unser Bild zeigt im Einsatz die Mitglieder des Mühlenvorstandes (v.L.) Hermann Emmerich, Dieter Mensch und Dietrich Heyne. Der bundesweite Mühlentag steht übrigens unter der Schirmherrschaft des Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes, Constantin Freiherr von Herremann.

 NRZ  19. Mai 1994 (Foto: Behrendt)


1994  

Hiesfelder Mühle ab Montag angestrahlt

Werbegemeinschaft sorgt für „Erleuchtung"

PersonengruppeDINSLAKEN-HIESFELD. „In den letzten Tagen haben wir die Beleuchtungsanlage abends öfter getestet, damit die Scheinwerfer nicht später in die Schlafzimmer der Nachbarn scheinen", schmunzelt gestern Kurt Altena, Vorsitzender des Mühlenvereins, als er von ersten Testläufen mit der von der Hiesfelder Werbegemeinschaft gespendeten Lichtanlage berichtete. Am Pfingstmontag, dem bundesweiten „Tag der Mühle", soll die alte Mühle an der Sterkrader Straße zum ersten Mal offiziell in helles Licht getaucht werden. Zwischen 10 und 16 Uhr werden die Hiesfelder zudem Gelegenheit haben, sowohl die Wind- als auch die Wassermühle zu besichtigen. Mit bis zu 1000 Gästen rechnet der Mühlenverein.

Reiner Dege, Vorsitzender der Hiesfelder Werbegemeinschaft, sieht in der gespendeten Beleuchtungsanlage denn auch ein Geschenk an die Hiesfelder Bürger. „Die Mühle ist schließlich ein Hiesfelder Denkmal, und das sollte man auch nachts sehen können", erklärte Dege anläßlich der Übergabe der Anlage. Monika Schürmann, Vorstandsmitglied des Mühlenvereins, freut sich schon jetzt über die Resonanz der Hiesfelder, „Die finden die Beleuchtug einfach toll", weiß sie aus Gesprächen mit Bürgern.

Bis zum Pfingstmontag sollen die Mühlenflügel auch noch mit Fähnchen ausgestattet werden, wollen die Mitglieder des Mühlenvereins die Gebäude auf Hochglanz bringen. Kurt Altena freute sich über die gute Zusammenarbeit zwischen Mühlenverein und Werbegemeinschaft. Mittlerweise seien schon Wassermühle und Haus Hiesfeld beleuchtet.

 Rheinische Post  Tim Engel, 20. Mai 1994

 


1994
 

Mühlen lockten viele Besucher
Gestern: "Deutscher Mühlentag"

Haus WohnungDINSLAKEN/VOERDE. Es klappert die Mühle am rauschenden Rotbach... Früher haben an seinem kurzen Lauf fünf Wassermühlen das Getreide von Bauern aus der Umgebung gemahlen (auch Lohe/Baumrinde). Davon sind noch zwei erhalten: die „Pfaumühle"" (1)(2) am Freibad, mittlerweile von dem rührigen Verein zu einem Museum umgebaut, und die Wassermühle am „Haus Wohnung„ (3), die gestern zum „Deutschen Mühlentag" mal wieder ihre Pforten öffneten.

Kein Schattendasein führte die jüngste im Trio, die Hiesfelder Windmühle, erbaut 1822, die gestern zur Feier des Tages ihre geschmückten Flügel ausbreitete. Doch von der Möglichkeit, die riesigen Flügel rotieren zu lassen, machte der Mühlenverein keinen Gebrauch. „Dazu benötigen wir zwei (ausgebildete 4) Aufsichtspersonen", erklärte Heinz Roelofs.

Rund 1000 Personen nutzten die Gelegenheit, um sich anhand der 40 - im Hiesfelder Museum - ausgestellten Modelle einen Einblick in Aufbau und Funktion der Wind und Wassermühlen aller Herren Länder zu verschaffen. „Papa, hast Du 'mal ne Mark", fragt im benachbarten Fachwerkhaus(5) ein Dreikäsehoch seinen „Zahlmeister" um anhand der Modellanlage zu schauen, wie das grobe Korn zu feinem Mehl gemahlen wird.

Haus WohnungWas in Hiesfeld nur anhand einer Schauanlage nachzuvollziehen ist, kann erstmals in der ältesten Mühle,(6) erbaut circa 1450, am Rotbach am Haus Wohnung in Voerde in Natura betrachtet werden. Die von einer Francis-Turbine angetriebene Mühle wurde erst jüngst mit zwei neuen Mühlsteinen, zusammen rund zwei Tonnen schwer, ausgerüstet. Für die Premierenbesucher gab's von der STEAG-Forstverwaltung einen Beutel Vollkorn-Weizenmehl. „Das ist viermal nährstoffreicher als Kaufhausmehl", erklärte Scholtenhof-Bäuerin Hagge. Zum Tag des Denkmals am 11. September soll dann eine kleine Backstube das Mehl von „Haus Wohnung" in verarbeiteter Form anbieten.

  NRZ   4. Mai 1994 /MP

 

Entgegen der Regel, Zeitungsartikel nicht zu kommentieren, zeigt sich hier jedoch eine Notwendigkeit, um Fehlinformationen zu vermeiden:

(1) Die Schreibweise "Pfaumühle" wäre gar nicht mal so falsch, weil sich der Name vom ehemaligen Besitzer, dem Richter Pauwe aus dem Mittelalter ableitet. Die Straße 'Pfauenzehnt' in Dinslaken erinnert an ihn. Dieser Namensbegriff bezeugt auch den damaligen Steuersatz. Für die Wassermühle ist aber der Name 'Paumühle' (ohne f) korrekt. zurück

(2) Die Mühle selbst, enthält kein Museumsteil als Modell, diese sind in dem Haus des vorletzten Müllers untergebracht. Der letzte Müller Josef Altebockwinkel lebte zuletzt im dritten Haus, dem sogenannten Bademeisterhaus. zurück

(3) Die Paumühle hat jeden Sonntag und jedes Jahr zwei bis dreimal fast ganztägig die Türen geöffnet. Für 'Haus Wohnung' ist es Premiere. zurück

(4) Der Mühlenverein ist zwar versichert, aber der Betrieb einer Windmühle muss fachmännisch durchgeführt werden. Der Betrieb ist also nicht nur von Wind abhängig. zurück

(5) Das Fachwerkhaus ist die Wassermühle und nicht, wie manchmal vermeldet, ein Geräteschuppen, aber tatsächlich, das Mahlwerk wechselte schon mal die Seite. zurück

(6) "Ich bin älter als Du!" Ein Streit, wie unter Kindern, ist nicht notwendig, dennoch kann man sich über den ersten Bau (am Rotbach) trefflich streiten. Vielleicht war es sogar die Grafenmühle? Das Balkenholz der Paumühle stammt aus ca. 1693. Ein Richter kaufte 'diese' Mühle aber schon 1506 (urkundlich verbürgt) und die Ritter von Haus Hiesfeld kannten die Technologie, die aus der Römerzeit stammte und spätestens um 800 nach Germanien kam. Wo sind die Vorgängermühlen an derselben Stelle? Explodiert! Siehe FAQ. zurück


1994

"Natur-Schönheiten"

8. Juni 1994  Niederrhein-Anzeiger
"Natur-Schönheiten" ist der Titel einer Foto-Ausstellung, die zur Zeit noch in der Volksbank am Neutor und danach in derHiesfelder Windmühle zu sehen ist. Zusammengestellt wurde die Ausstellung von einer Gruppe von Hobbyfotografen unter Leitung des Dozenten der VHS-Fotokurse, Axel Wolff
 
(siehe Sonderausstellung)
 
 

1994

Frisches Brot demnächst aus dem Backhaus

DINSLAKEN, Der Mühlenverein unter seinem Vorsitzenden Kurt Altena hat sich vorgenommen, 1995 ein Backhaus neben der Mühle zu errichten und darin das in der Wassermühle gemahlene Mehl zu backen. Das Brot wird dann den Besuchern anläßlich der Eröffnung des Backhauses zum Verkauf angeboten werden. Das erfuhr der Dinslakener Heimatverein bei seinem Besuch im Mühlenmuseum.
       Der Verein habe aber nicht vor, den Hiesfelder Bäckern Konkurrenz zu machen. Das sei wegen der relativ geringen Menge des selbstgemahlenen Mehles wohl auch nicht möglich.
       Heimatvereinsvorsitzender Elmar Sierp zeigte sicht überrascht vom stilgerechten und gediegenden Ausbau der im Jahre 1692 erbauten Wassermühle. Altena wies darauf hin, daß ohne die tatkräftige Mithilfe der Mitglieder des Mühlenvereins, aber auch dank der Spendenbereitschaft von Privaten und Dinslakener Firmen und Geldinstituten das nicht geschaft worden wäre.
       Mühlenspiel mit MühlenAltena hatte zuvor launisch darauf hingewiesen, daß es mal eine Konkurrenzsituation zwischen dem Mühlen- und dem Dinslakener Heimatverein gegeben habe. Das sei aber vorbei und man freue sich, daß nun gemeinsam darauf hingearbeitet werde, die Heimatverbundenheit zu fördern. Seit Gründung des Mühlenvereins, der mittlerweile über 100 Mitglieder zählt, wurden viele Exponate zusammengetragen. So sind allein 36 Modelle verschiedener Mühlen angeschafft und hier ausgestellt worden. Unter anderem ein Spiel mit Mühlen als Spielsteine. Auch Teile von alten Mühlen sind geborgen und restauriert worden.

 RHEINISCHE POST   14. Oktober 1994

Begleitartikel unter VEREIN/BESUCHER

 

1994  
Kurt Altena wird heute 65 Jahre
Kleine Feier im Rathaus

DINSLAKEN. Seinen heutigen Geburtstag will er nicht „an die große Glocke hängen: 65 Jahre zu werden, ist schließlich kein Verdienst", meint Bürgermeister Kurt Altena. Gefeiert wird heute dennoch, ab 11Uhr im Empfangsraum des Rathauses. Einladungen dazu gab's keine. Wer kommt, ist gerne gesehen. Dinslakens Stadtoberhaupt mag's lieber bescheiden. Und das macht ihn sympathisch.

Portraitbild Altena     In seiner Lebensplanung hat es nie gelegen, einmal „Erster Bürger" der Stadt zu werden. Als vor fast genau einem Jahr Bürgermeister Karl-Heinz Klingen verstarb und Freunde den langjährigen Vize-Bürgermeister drängten, das Amt zu übernehmen, da nahm er sich mehrere Wochen Bedenkzeit.
     Altena wußte, was auf ihn zukommen würde. Das höchste Ehrenamt der Stadt ist ganz schön stressig. Die Arbeit läßt sich nicht auf Stunden und Wochentage begrenzen. Wie bekannt, sagte der gebürtige Hiesfelder dann doch Ja. Erst führte er die Geschäfte als amtierender Bürgermeister, seit März 1994 als vom Rat gewähltes Stadtoberhaupt. Und er füllt das Amt aus,wie es seine Freunde erwartet haben: Gewissenhaft, mit der ihm eigenen Würde, parteiübergreifend. „Das Menschliche war immer wichtig für mich", sagt er selbst.
     Wenn 1995 in Dinslaken der erste hauptamtliche Bürgermeister gewählt wird, tritt Kurt Altena nach eigenem Bekunden auch gerne wieder ins zweite Glied zurück. Als Vize hat er dann wieder Zeit: Für die Familie, für die Hobbies. Für den Vorsitz im Mühlenverein. Was unter seiner Mitwirkung im Mühlendorf Hiesfeld geleistet wurde, hat sich Anerkennung auch außerhalb der Stadtgrenzen erworben. Altena kann sich richtig freuen, wenn er davon berichtet, daß er in diesen Tagen drei neue Mühlen für das Mühlenmuseum besorgt hat. Und er ist stolz, Ende des Jahres schon den 40 000. Besucher im Museum begrüßen zu können.
     Was zeigt, daß Politik nicht alles ist im Leben von Kurt Altena!

Jörg Große-WeischedeNRZ  23. Novemver 1994, Foto Behrendt


1994   Viele gute Wünsche für Kurt Altena

GruppenbildViele Hände schütteln mußte gestern Dinslakens Bürgermeister Kurt Altena (im Bild links mit Ehefrau Uschi). Zum 65. Geburtstag gratulierten zahlreiche Vertreter aus Rat, Verwaltung, städtischen Unternehmen, Sport, Mühlenverein usw. Auf unserem Photo (v.l.) sind es Beigeordneter Sampels, Hünxes Bürgermeister Willy Pillekamp, Beigeordneter Klemens Schmand, Stadtdirektor Willfrid Fellmeth und stv. Bürgermeister Werner Cornelissen. Hinter dem Ehepaar Altena Stadtsportverband- Vorsitzender Arno Wolter, einer der längsten Weggefährten des Jubilars.

gw /  NRZ  24. Novemver 1994, Foto Behrendt


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