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2004  

Neue Wegenamen

Taufen - In Erinnerung an die Heimatforscher

DINSLAKEN. Vor längerer Zeit wurde vom Rat beschlossen, den Rotbachwanderweg zwischen Oberhausener- und Kirchstraße nach dem Heimatforscher Berthold Schön zu  benennen. In die Praxis umgesetzt wird das Ganze am Dienstag, 24. Februar. Dann treffen sich Repräsentanten aus Rat und Verwaltung um 15.30 Uhr am Haus Hiesfeld. Interessierte Bürger sind eingeladen.

Das gilt auch für zweite Namenstaufe an diesem Tag. Der bisher namenlose, mit dicken Kopfsteinen gepflasterte Weg von der Althoffstraße auf den Innenhof der alten Burg wird ebenfalls einem verstorbenen Heimatforscher gewidmet. Er wird fortan "Willi-Dittgen-Steige" heißen. Der kleine Festakt ist für 16.15 Uhr vorgesehen. Um 17 Uhr schließt sich die öffentliche Sitzung des Kultur- und Partnerschaftsausschusses an.

 NRZ  11. Februar 2004

Berthold SchönWilli Dittgen


2004  

1000 Euro von Willi Grube

Willi Grube und der Mühlenvorstand vor der Windmühle

DINSLAKEN. 1000 Euro kamen auf der Feier zum 75. Geburtstag des ehemaligen Hiesfelder Realschuldirektors Willi Grube (2.v.l.) zusammen. Seine Geburtstagsgeschenke faßte er in dem großen Scheck für den Mühlenverein zusammen. Begeistert zeigten sich: (v.l.) Kurt Terlaak, Ekkehard Grube, Hermann Emmerich, Heinz Pennings, Kurt Altena und Heinz Siemenowski.

 NRZ   21. Februar 2004 (Foto: Behrendt) (big)


2004  

Neue Ansichten zur Wahl

Kartengrüsse / viele Jahrzehnte alte Motive können jetzt ins Archiv wandern. Zwei Privatleute schafften jetzt, woran auch Stadt und Heimatverein sich bisher vergeblich abmühten.

von Harald Pahl

DINSLAKEN. Fünf aktuelle Ansichten von Dinslaken - Altmarkt, Museum Voswinckelshof, Rathaus, Rittertor und Wassermühle Hiesfeld - können ab sofort als Gruß aus der "Stadt im Grünen" in alle Welt verschickt werden. Eine - mindestens - drei Jahrzehnte lange Phase mit nahezu antiquarischen Darstellungen Dinslakens aus den ersten Nachkriegsjahren geht damit zu Ende. Die alten Schätzchen sollen endgültig im Archiv landen, bei Vorgängern schon aus der Kaiserzeit. Bürgermeisterin Sabine Weiss stellte die neue Serie gestern gemeinsam mit Anton Wieczorkowski und Klaus Petrosch vor, die die Neueinführung bewerkstelligten.

       Der "Staub der Jahrzehnte" auf den alten Postkartenmotiven fand schon lange nicht mehr die ungeteilte Begeisterung im Rathaus. Rathaussprecher Horst Dickhäuser stellte es gestern jedoch als ein "Problem des Handels" dar, dass keine neuen Motive in den Verkauf kamen.

2 Motive - Wassermühle und Altmarkt

       Vor gleiche Probleme sahen sich jedoch auch Stadtverwaltung, Heimatverein und professionelle Fotografen gestellt. Postkartenverlage haben in der Vergangenheit zunächst immer nach Auflagen gefragt. 10000de, gar 100000de wurden da erwartet. Und es ist natürlich eine Kostenfrage, eine solche Produktionsmenge auf Lager zu legen. Aber: Nachdrucke der alten Motive sind inzwischen nur noch in sehr beschränkten Mengen greifbar. Der "Gruß aus Dinslaken" drohte in naher Zukunft auszufallen.

       Deshalb wurde die Idee von Anton Wieczorkowski im Rathaus wohlwollend aufgegriffen. Aus dem eigenen Bestand stellte die städtische Pressestelle gar die Motive zur Verfügung - gegen eine "Gebühr" in "Naturalien". Im Rathaus verfügt man jetzt über einen eigenen Kartenbestand, der Besuchern aus Partnerstädten an die Hand gegeben werden kann.

       Wieczorkowski und Petrosch machten ihre eigene Rechnung auf. Wenn jeder der 73000 Dinslakener eine Karte kaufe, sei die Masse der Erstauflage von 10000 Stück (je Motiv 2000) schon abgesetzt. Und nach der Einführung des 10er-Sets für 2,95 € sollen die Karten ab 13. April (nach Ostern) auch in den Handel gehen - u. a. über die Bürgerbüros. Die Chancen beurteilen die Initiatoren als gut. Innerhalb der ersten Tage seien in Post- und Papierverkaufsstellen 200 Sets abgesetzt worden. Nachfrage gebe es vor allem bei Polen an der Augustastraße, die schon lange nach neuen Ansichten suchten. Nächste Motive sind schon angedacht: Schacht Lohberg, Trabrennbahn, Burgtheater - dann wohl auch mit etwas mehr Leben erfüllt.

 NRZ   10. März 2004


2004  

Rückenwind für den Mühlenverein

Unterstützung / Die NRW-Stiftung sagte einen Zuschuss von 50 000 Euro zu

DINSLAKEN. Große Freude herrscht bei den Mitgliedern des Mühlenvereins. Endlich ist es schriftlich: Die NRW-Stiftung stellt dem Verein den Zuschuss von 50 000 Euro für die Instandsetzung der Windmühle Hiesfeld zur Verfügung. So beschloss es nun der Vorstand der Stiftung unter Vorsitz von Ex-Staatsminister Franz-Josef Kniola.

Bereits seit 1976 kümmern sich engagierte Bürger liebevoll und unermüdlich um die Hiesfelder Windmühle und die Wassermühle. Dieses beispielhafte ehrenamtliche Engagement der Vereinsmitglieder habe den Vorstand überzeugt, hieß es in einer Erklärung der NRW-Stiftung.

Die Windmühle steht unter Denkmalschutz. Zwar ist der Rumpf noch weitgehend in Ordnung, doch muss die Haube mit einem neuen Schindeldach versehen werden. Außerdem sollen Teile der Mühlentechnik und -mechanik überarbeitet werden, um das Mahlwerk wieder funktionsfähig zu machen. Nach dem Einbau eines Sackaufzuges und der Bespannung der Windmühlenflügel soll sich die Mühle, wie zuletzt vor 80 Jahren, erstmalig wieder im Wind drehen. (big)

 NRZ  26. März 2004

Ergänzung aus dem Niederrhein-Anzeiger (7. April 2004)

... Die Zusage der NRW-Stiftung gehört zu den rund 1100 Maßnahmen, mit denen die Nordrhein-Westfalen-Stiftung die Arbeit von Vereinen und Verbänden für den Naturschutz und die Heimat- und Kulturpflege unterstützt. In der Nähe hat die NRW-Stiftung bereits bei der Restaurierung von Mühlen in Issum und Geldern, in Kleve Donsbrüggen und in Issselburg-Werth geholfen. Das Geld für ihre Aufgaben erhält die NRW-Stiftung hauptsächlich aus den Zweckerträgen der sogenannten Rubbellos-Lotterie, außerdem aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen ihres Fördervereins.


2004  

Das Wir-Gefühl stärken

VOLKSBANK / Sechs ortsansässige Vereine, die sich im Bereich Heimatpflege und Brauchtum engagieren, erhielten je 1000 Euro Spendengelder aus der Gewinnsparaktion

Gruppenbil der EmpfängerDINSLAKEN. Die Bank vor Ort stärkt das Wir-Gefühl. Zur Übergabe von Spenden aus dem Gewinnsparen hatte die Volksbank Dinslaken am Freitag Vertreter von sechs ortsansässigen Vereinen eingeladen. Im Lauf der Veranstaltung erhielt jede Organisation einen Scheck über 1000 Euro. Allen Empfängern ist dabei eins gemeinsam: Sie engagieren sich in Dinslaken für Heimatpflege und Brauchtum, stiften Verbundenheit mit örtlicher Geschichte und Kultur. Ihr besonderer Verdienst: Sie arbeiten generationsübergreifend, bringen Alt und Jung zusammen.
       "Wir haben den Schwerpunkt unserer Spendentätigkeit in diesem Jahr auf den Bereich Heimatpflege und Brauchtum gelegt", so Werner Maaß, Vorstandschef der Volksbank Dinslaken, "weil wir sehen, dass hier wertvolle Arbeit vor Ort und für die Allgemeinheit geleistet wird. Arbeit, die nicht nur für uns heute positive Folgen hat, sondern auch für die Zukunft von Bedeutung ist."
       Zusammengekommen sind die Spendengelder durch die auch im vergangenen Jahr erfolgreiche Gewinnsparaktion der Volksbank Dinslaken. Von deren Losen profitieren zum einen die Gewinnsparer, die gleichzeitig Geld ansparen und die Chance auf lukrative Geld- und Sachgewinne erhalten. Zum anderen wächst mit jedem Los der Spendentopf, aus dem mit wechselndem Schwerpunkt die Volksbank Dinslaken gemeinnützige bzw. wohltätige Arbeit vor Ort fördert. Helmut Böing, Vorstandsmitglied der Volksbank: "Unser Ziel ist - soweit wir dies können - konkret zu helfen. Wir interessieren uns für die Belange vor Ort und freuen uns, wenn wir mit unserer Unterstützung einen Beitrag leisten."

 NRZ  15. Mai 2004

...Spenden erhielten: Mühlenverein Hiesfeld, Verein für Heimatpflege Land Dinslaken, Schützenkreis 012, Bachchor Dinslaken sowie die Heimatvereine Eppinghoven und Dinslaken.

 Rheinische Post  15. Mai 2004


2004  

Bald mahlt sie wieder Korn

Hiesfelder Mühle um die Jahrhundertwende 1899/1900
Hiesfelder Mühlenverein erweckt altes Schmuckstück zu neuem Leben. Am 12. September geht das Mahlwerk in Betrieb. Gefeiert wird mit einem zünftigen Handwerkermarkt.

JÖRG GROSSE-WEISCHEDE

HIESFELD. Ein Traum geht für Kurt Altena und seine Mitstreiter vom Hiesfelder Mühlenverein am 12. September in Erfüllung. Im Rahmen des deutschen Denkmaltages wird die alte Windmühle an der Sterkrader Straße (damals Rathausstraße) wieder in Betrieb genommen. Genau 100 Jahre, von 1822 bis 1922 wurde in der Turmwindmühle Korn und Lohe gemahlen. Dann sperrte sie der letzte Müller zu.
       Seither nagte der Zahn der Zeit an ihr. Es regnete kräftig durch. Der endgültige Verfall war absehbar. Dann erbarmte sich zuerst ein „Aktionskreis" - 1950, aus dem der „Förderverein Windmühle Hiesfeld“ entstand - 1976 - und schließlich 1991 zum „Mühlenverein Dinslaken-Hiesfeld" wurde. In mehreren Schritten (z.B. 1998 Erneuerung der Windmühlenflügel) wurden Schäden beseitigt und der Bestand gesichert. Schließlich ließ der Vorstand ermitteln, was eine komplette Restaurierung kostet. Danach wurden mit Eigenmitteln erste Sanierungsmaßnahmen durchgeführt, unter anderem das Schindeldach erneuert.
       Das nötige Geld - alles in allem rund 80 000 Euro - aufzubringen, war ein besonderes Kunststück des pfiffigen Vorsitzenden Kurt Altena, seines Schatzmeisters Heinz Pennings und seiner anderen Vorstandskollegen.

Zuschuss der NRW-Stiftung

       Altena, letzter ehrenamtlicher Bürgermeister der Stadt Dinslaken, erinnerte sich seiner guten Kontakte zum früheren Landesminister Franz-Josef Kniola. Der ist inzwischen Vorsitzender der NRW-Stiftung. Auf Altenas Bitten kam er im letzten Jahr nach Hiesfeld, informierte sich über die tolle Arbeit, die der Mühlenverein bereits geleistet hat und in der Zukunft noch plant, ließ sich die Wünsche vortragen und stellte am Ende seines Besuches einen Stiftungs-Zuschuss von 50 000 Euro in Aussicht. Ein Mann, ein Wort. Am 6. April kam aus Düsseldorf der Bewilligungs-bescheid. Dazu stellte die Sparkasse aus ihrer Stiftung 15 000 Euro zur Verfügung. Die fehlenden 15 000 Euro will der Verein mit eigenem Geld und Mäzenatenhilfe aufbringen. Eine holländische Firma wurde beauftragt, die Windmühle wieder wie in die Zeit der 1820er Jahre zu versetzen. Dazu gehört ein funktionsfähiges Mahlwerk mit Sackaufzug, die Bespannung der vier Flügel mit Segeltuch und ein Motor für den Turm.
       Der erste Sack Korn soll am Eröffnungstag gemahlen werden. Für den 12. September hat sich auch Franz-Josef Kniola angesagt. Und der Verein will ein zünftiges Programm auf die Beine stellen, um das große Ereignis zu feiern. Einer der Höhepunkte: Ein alter Handwerkermarkt, mit Schmidt, Holz-Schuhmacher, Korbflechter, Papierschöpfer, Töpfer usw.

Wassermühle und Museum geöffnet

       Mit der Wassermühle und dem Mühlenmuseum am Rotbach beteiligt sich der Hiesfelder Mühlenverein am Deutschen Mühlentag, der traditionsgemäß Pfingstmontag stattfindet. Ein Mühlenmodell aus der Lüneburger Heide komplettiert mittlerweise die Sammlung im Museum, die nun 60 Stücke umfasst. Viel mehr geht auch nicht mehr, aus Platzgründen.

 NRZ  18. Mai 2004


2004  

Besucher am Modell der Hiesfelder WindmühleDer Tag der Mühle zog mächtig an

Am Pfingsmontag fand der 11. Deutsche Mühlentag statt. Von den bundesweit 1200 teilnehmenden Mühlen waren in Dinslaken gleich zwei dabei: Die 1693 erbaute Wassermühle in Hiesfeld (Foto Innenraum) und die Hiesfelder Windmühle (1822). Die geöffneten Mühlen nutzten wieder viele Menschen vor Ort, um interessante Einblicke in die einfache, aber wirkungsvolle Mühlentechnik zu bekommen.

stadt-panorama 2. Juni 2004 Bild: Kazur


2004

Neue Schindeln auf das Dach

von Sina Zehrfeld

DINSLAKEN. Ein Rest der vom Alter geschwärzten Schindeln ist auf dem Mühlendach noch zu sehen. Ungleichmäßiges Gehämmer tönt herab und zeugt davon, dass dort oben gearbeitet wird. Unten am Boden häufen sich kleine Berge von spröden Holzfetzen: Die verwitterten Überreste der alten Schindeln aus Eichenholz. Am 12. September sollen sich Flügel und Mahlstein der Hiesfelder Windmühle wieder drehen. Die Renovierungsarbeiten laufen seit Mitte Juni nach Plan, das Dach ist schon zur Hälfte frisch gedeckt.
       Warum man früher und heute Eiche als Baumaterial wählte, erklärt kurz und knapp der Vorsitzende des Mühlenvereins, Kurt Altena: „Eiche hält." Schließlich, ergänzt er, „das kostet ja auch eine Kleinigkeit, so ein Schindeldach." (Sponsor ist ein Unternehmen in Paderborn, das auch ein Werk in Dinslaken betreibt) Stück für Stück werden nun die alten Platten entfernt und durch neue ersetzt. Ein wenig moderner Komfort wird dabei eingebaut: Eine Folie macht das Dach mit Sicherheit regendicht. Wenn Wind und Wetter die Arbeiter vom Dach vertreiben, haben sie auch im Innenraum der Mühle genug zu tun. Noch sieht es da ziemlich chaotisch aus.
       Im Erdgeschoss stapeln sich Baumaterial und Werkzeug neben einem ausgelagerten Mühlstein und Teilen des Mahlwerks. Ein Mahlwerk soll später wiedervoll funktionstüchtig sein. Dann sollen die Mühlenflügel nicht nur den Mühlstein drehen, sondern auch einen Sackaufzug antreiben, der Kornsäcke vom Erd- ins Obergeschoss hievt. Die Schüttelrutsche, die das Korn zwischen die Mühlsteine befördert, und der Trichter werden eingebaut, im alten Mahlwerk defekte Zahnräder ersetzt. Dabei wird so viel altes Material wie möglich bewahrt, betont Altena: „Alles, was in Ordnung ist und funktionsfähig, wollen wir erhalten."

INFO


Geschätzte Kosten
(szf) Die Hiesfelder Windmühle wird jährlich von rund 100 bis 130 Schulklassen besichtigt, bei denen „der Weg vom Korn zum Brot" auf dem Stundenplan steht. Außerdem finden zahlreiche Führungen mit Besuchergruppen statt. Dafür lässt sich der Mühlenverein die Sanierung des Bauwerks auch einiges kosten. Der Vorsitzende Kurt Altena schätzt, dass die komplette Renovierung zwischen 75 000 und 80 000 Euro teuer wird.

       Auch der dicke Holzdielenboden im Obergeschoss wird auf seine Sicherheit überprüft und, wo nötig, teilweise erneuert. Er hat auch einiges an Gewicht zu tragen, denn neben dem funktionstüchtigen Mahlwerk, das eine Holzummantelung bekommt, wird ein zweites als Anschauungsobjekt offen ausgestellt. Außerdem bekommt das Gebäude noch eine zweite Außentreppe. Die vorhandene führt nämlich direkt unter den Mühlenflügeln entlang und ist nicht nutzbar, wenn die sich drehen.
       Mitte August soll letzte Hand an die runderneuerte Mühle gelegt und die Flügel mit Segeltuch bespannt werden. „Vielleicht jagen wir dann schon mal einen Sack Korn durch die Mühle," überlegt Altena. Immerhin sei das auch Neuland für die Leute des Mühlenvereins. Jedenfalls soll gemahlen werden, wenn planmäßig am 12. September die Einweihung der Hiesfelder Windmühle gefeiert wird. Danach gibt es aber nur noch ab und zu frisches Mehl aus dem Denkmal: „Wir wollen hier ja nicht den Bäckern Konkurrenz machen."

 Rheinische Post  30. Juni 2004


2004  

„In den Mühlen der Zeit"

HIESFELD IM HERBST / Kulturwoche begann mit Lesung der Schreibwerkstatt in der romantischen Wassermühle

DINSLAKEN. Zum zweitenmal läutete die Arbeitsgemeinschaft pro Hiesfeld die Kulturwoche „Hiesfeld im Herbst" ein. In diesem Jahr steht sie ganz im Zeichen der heimischen Künstler. „Künstler, die sonst nicht im Rampenlicht stehen", so Petra Schmidt-Niersmann. „In den Mühlen der Zeit", wer könnte sich mit dem Thema besser beschäftigen, als Schriftsteller, wo könnten sie besser lesen als in der Hiesfelder Wassermühle bei leckerem Mühlenbrot und erfrischenden Getränken. Ein wenig blass waren sie, die Mitglieder der Schreibwerkstatt der katholischen Kirchengemeinde Heilig Geist vor ihrem Auftritt am Montagabend. Lampenfieber hatte sie erfasst, doch einmal am Pult, das Gedicht, den Text vor Augen, änderte sich dies.
       Da servierte Ursula Gerz mit wohldurchdachten Worten die Jahreszeiten in Gedichtform, erzählte sie im autobiografischen Text von ihrer Angst vor Mathe und ihrer Lehrerin Martha Margarethe. Ursula Goldenhaus ließ sich in ihrem Gedicht „Zeitmühle" vom Mahnmal des jüdischen Leiterwagens inspirieren. Margit Bohlen hing in „Lebensabschnitte" den Träumen eines Lebens nach.
       Martin Theus wartete mit einer abenteuerlichen Geschichte aus dem Dreißigjährigen Krieg auf, damals im Jahr 1632, als Söldnergruppen in Hiesfeld einzogen und die Frauen sich vor ihnen versteckten. Und eine von ihnen töten musste, um verschont zu bleiben. 1999, im letzten Teil des Vierteilers, trafen sie sich wieder, die beiden Protagonisten aus dem Krieg, im anderen Geschlecht mit bruchstückartigen Erinnerungen aus dem früheren Leben. Und wieder endete ihr Zusammentreffen tödlich.
       Martina Wösthoff blieb in ihren Geschichten der Schule treu. Ob in Gedichtform oder als Jugendbuch. Die lustige, geheimnisvolle Erzählung „Mühlenzauber" spielte, wie kann es anders sein, in Hiesfeld. Eine von Freunden aus der Klasse 4a der Dorfschule geplante Haloweenfeier in der Mühle artete in eine Zeitreise und Schatzsuche aus. Ein kurzweiliger Abend, begleitet von Ludger Jerabeks romantischer Pianomusik. (big)

 NRZ  6. Oktober 2004

Ein weiterer Termin der Kulturwoche am 8. Oktober :

Gisela Marzin erzählt (siehe Sonderseite)   zum Feiertag


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