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1987  
Nach elf Jahren Restaurierung abgeschlossen

Mit Video ist die 
Windmühle jetzt komplett

cf.HIESFELD. Was lange währt, wird endlich gut! Vor elf Jahren übernahm der damals frischgebackene Windmühlenverein die restaurierbedürftige Hiesfelder Windmühle. Jetzt präsentierten die Vorstandsmitglieder Kurt Altena und Werner Horstmann stolz die letzte Etappe ihres "Zehn-Jahres-Plans": Der Kellerraum der Mühle ist jetzt fertig geworden. Als Tüpfelchen auf dem "i" eines fix und fertig restaurierten Denkmals.
     

Vor der Mühle     Vor 122 Jahren, als die Mühle in Betrieb genommen wurde, fuhren in den Kellerraum noch die Pferdefuhrwerke ein - hochbeladen mit Korn, das ein Flaschenzug dann zur Weiterverarbeitung in die oberen Stockwerke transportierte.
     Während des zweiten Weltkrieges benutzten Polizei und Feuerwehr den Raum als Bunker. Massive, dicke Wände erzählen noch heute davon. Jetzt soll der Mühlenkeller als "Informationsraum" dienen. "Denn der Andrang hier an der Mühle ist enorm", erzählt Kurt Altena nicht ohne stolz. 1986, im Jahr des Mühlenfestes, besuchten über 3000 Menschen das Hiesfelder Wahrzeichen.
     Auch für Gruppen ist die Mühle ein beliebtes Ausflugsziel. Allein zwölf Schulklassen durchstöberten das heimatkundliche Besichtigungsobjekt, private Ausflügler zu Rad oder im Bus aus der ferneren Umgebung schlossen sich an. Auch der Heimatverein Dinslaken gehörte bereits zu den Besuchern der Mühle.
     25.000 Mark kostete dieser letzte Ausbau. 18.000 Mark dazu kamen von der Stadt, 7.000 vom Mühlenverein, die aus Spenden und sonstigen Aktivitäten stammen.  Der Raum selbst erhielt einen Fernseher, ein Videorekorder soll in Kürze das Mobiliar komplettieren. Altena: "Wir wollen dann noch einen Film über den Werdegang des Getreides von der Saat bis zum Korn besorgen. Früher stieß so etwas immer auf große Resonanz."
     Besonders stolz sind die Vorstandsmitglieder Horstmann und Altena auf die funkelneue Toilette. Denn die konnte nicht restauriert, sondern mußte ganz neu eingebaut werden. "Mit Kanalisation und entsprechender Belüftung war das eine ganz schöne Arbeit."
     Auch wenn die Mühle jetzt fertig ist, ruht beim dazugehörigen Verein die Arbeit noch lange nicht. Das nächste Ziel steht bereits fest. "Wir versuchen, die Wassermühle am Schwimmbad in unsere Obhut zu nehmen", sagt Kurt Altena. "Zur Zeit befindet sich wohl noch eine Jugendgruppe darin. Aber der Bau hat es nötig. Anscheinend besteht sogar schon Einsturzgefahr."

Altena und Horstmann im 2. Stock

 NRZ  30. Dezember 1987


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