M ü h l e n v e r e i n
Hiesfeld e.V. in Dinslaken

      D  a s   w a r  ( a u c h )   2 0 2 0   ? - der Newsblog 


01.01.2020

firework 2020

ein frohes neues Jahr wünscht Ihnen der

Mühlenverein Hiesfeld


05.01.2020

Termine 2020

Mühlentag Denkmalstag Advent am See   Die Plakate sind von 2018/19, aber die Termine darunter sind für dieses Jahr. Jeder, der aktiv mitwirken möchte, kann damit schon jetzt rechtzeitig planen. (Gilt natürlich auch für Besucher, denn das Mühlenmuseum hat an diesen Tagen lang geöffnet.)

01. Juni 2020

Pfingstmontag

13. September 2020

2. Sonntag

29./30. November 2020

1. Advent

 

12.01.2020
Mühlen der Welt Logo Holambra-Mühle in Brasilien

Mit der neuen Rubrik "Mühlen der Welt" will die Web-Redaktion einen Brückenschlag vom Mühlenmuseum zu einigen außergewöhnlichen Mühlen auf der Welt machen, die (noch) nicht als Modelle vorhanden sind.

Wir beginnen mit einer Holländerwindmühle, die tatsächlich noch keine 20 Jahre alt ist. Sie steht in Holambra, auf dem ehemaligen Farmgebiet Fazenda Ribeirão. Die Stadt, die heute mehr als 11.000 Einwohner hat, startete 1948 mit circa 500 niederländischen Auswanderen aus Nord-Brabant. Die Namensgebung der Stadt setzt sich zusammen aus den Anfangsteilen Holland - Amerika - und Brasilien. Die durchweg katholischen Kriegsflüchtlinge waren mit ihren Kenntnissen im Blumen- und Pflanzenanbau willkommen in dem Bundesstaat São Paulo, das heute das Blumenzentrum Brasiliens ist. Die "Blütenzauberer" sind seit ihrer Ankunft zusammen geschlossen in der Cattle Farming Cooperation of Holambra

 (niederl.: Katholieke Nederlandse Boeren- en Tuindersbond).

Die Stadt ist allerdings auch ein Touristentreff wegen der Architektur, der traditionellen Küche und den Künsten und Künstlern (Tanz/Musik).

Eine besondere Erinnerung an die Heimat bietet die erst vor einigen Jahren gebaute Windmühle. Mit 38.5 Metern ist sie die größte Mühle der klassischen Bauart in Südamerika. Sie erinnert an die flämischen Mühlen, die auch im westlichen Belgien gebaut wurden. Ihr Innenleben ist voll funktionsfähig und dient als Museum (Bild: M.J.Ambriola).

Ein YouTube-Video zeigt die Mühle in 4:35 Min.

Moinho Povos Unidos - Holambra-SP - Brasil.
https://www.youtube.com/watch?v=3z5N8OZ0IBY


19.01.2020

Holz vor dem Ofen

Holz für den Sommer

Wieder einmal musste ein Baum gefällt werden, weil er nicht mehr verkehrssicher war. Er stand seit Jahrzehnten neben dem Bademeisterhaus, hat die Luft sauber gemacht und Schatten gespendet. Nein, das Holz auf dem Bild ist nicht der ganze Baum. Als Herkules-Aufgabe hat sich der Vorsitzende mit "Axt und Säge" an das Werk gemacht. Nun muss das Holz zwei bis drei Jahre (aus-)trocknen um dann als Brennholz für den Backofen zu dienen. Das Brot wird nicht verkauft. Für viele Veranstaltungen (auch an offenen Tagen) wird es aber die Kostprobe für die leckere Seite des Mühlenvereins sein.

(Bild Kurt Simons/Mühlenverein)


26.01.2020

Reinhard EichloffWir sind traurig

 

Reinhard Eichloff

* 27. September 1939    17. Januar 2020

Reinhard war Gründungsmitglied des Mühlenvereins

Unsere Anteilnahme gilt seiner Familie und Freunden


02.02.2020
Mühlen der Welt Logo Vento Vivemus bei Nacht

Heute in der Rubrik "Mühlen der Welt": die 1875 in Hurwenen gebaute Windmühle Vento Vivimus. Dieser lateinische Name bedeutet im niederländischen: "Wij leven van de wind". Hurwenen ist eine Gemeinde mit weniger als 1000 Einwohnern und Teil von Maasdriel in Gelderland.

Die auf einem Hügel gebaute Kornmühle hat eine Flügelspannweite von 22,80 m und wurde ab 1975 restauriert. Seit 1991 ist sie wieder voll arbeitsfähig. Die größten Schäden erlitt das historische Bauwerk im 2. Weltkrieg.

Vom 1. April bis 1. Oktober ist die Mühle samstags von 13 - 17 Uhr zu besichtigen (und nach Absprache).

Gestern, am 1. Februar 2020, gab es eine besondere Veranstaltung: von 16 - 22 Uhr gab es das "Abend-Mahlen". In der Vergangenheit war das keine Besonderheit, denn der Müller musste seine Arbeitszeit nach dem Wind "ausrichten". Das war eine gefährliche Zeit, denn es gab keine Lichtstrahler und der Müller musste sein "Windgefühl" nutzen, weil die Luftströmung nur bei Vollmondnächten zu beobachten war.

Unser Vorsitzender Kurt Simons war vor Ort und filmte das Event.

https://www.molendatabase.nl/nederland/molen.php?nummer=230


08.02.2020

NRZ - vor 50 Jahrenvor 50 Jahren

Dieser kleine Zeitungsartikel vom 6. Februar 1970 in der NRZ zeigt, dass es nach Aufhebung des Mühlenbanns (1815 durch Napoleon) wohl noch immer "Probleme" in der Lieferkette (Bauer - Müller - Bäcker) gab. Der Mühlenbann garantierte dem Müller (eigentlich den adeligen Inhabern) eine Beschäftigungs- und Einkommensicherheit. Für die Bauern war dies nicht immer ein Vorteil. Das Mühlenkartell erfüllte einen ähnlichen Zweck. Von der SPD/FDP-Regierung wurde also das Kartell verboten... und hier noch eine Meldung vom 20. Februar 2013:

Bonn - Das Bundeskartellamt hat gegen 22 Unternehmen der Mühlenindustrie Bußgelder in Höhe von insgesamt 65 Millionen Euro verhängt. Grund sind Preisabsprachen beim Vertrieb von Mehl.

https://www.agrarheute.com/land-leben/millionenstrafe-gegen-muehlenkartell-516844


16.02.2020
Mühlen der Welt Logo Die Mühle "Betty" nach Hurricane

Die Insel wurde erst knapp 150 Jahre nach der Entdeckung, im Jahre 1632, durch die Briten kolonialisiert.

1674 bildete Antigua gemeinsam mit Nevis, St. Kitts und Montserrat eine Konföderation englischer Inselkolonien mit gemeinsamem Abgeordnetenhaus unter dem Gouverneur William Stapleton. Seit diesem Jahr wurde Zuckerrohr angebaut, dafür wurden im folgenden Jahrhundert Tausende von Sklaven auf die Insel gebracht. So stieg deren Zahl von 12.500 im Jahr 1713 auf 37.500 (um 1775).

Mit der Unabhängigkeitserklärung am 1. November 1981 wurde der Name der Kolonie, Antigua, geändert in den Namen des unabhängigen Staates Antigua und Barbuda, der heute eine parlamentarische Monarchie ist.

Aus dem 17. Jahrhundert stammt die erste Zuckerrohrplantage der Insel, Betty's Hope. Der Besitzer Christopher Codrington benannte die Plantage nach seiner Tochter Betty. Zwei Windmühlentürme und die Ruinen der Brennerei erinnern an den einstigen Reichtum aus der Ausbeutung der afrikanischen Sklaven.

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Antigua and Barbuda Telefonbuch, 2004 - 2005

Telefonbuch-Titelseite von 2005 mit restaurierter Mühle

1737 baute der Brite Richard Buckley die Zuckerrohrpresse, die heute in der restaurierten Mühle (Beginn 1992) wieder zu sehen ist. Circa 1850 wurde der Wind durch Dampfkraft ergänzt und 1895 erhielt die Mühle eiserne Flügel.

1705 gab es 170 Windmühlen auf Antigua. Die Sklaverei wurde 1834 aufgehoben, doch die Lebenssituation der arbeitenden Menschen hat sich dadurch nicht verbessert. Der Zuckerrohranbau blieb eine Schinderarbeit.

Antigua 1823

Dieses Bild von 1823 zeigt die damalige Szenerie, als eine handvoll Europäer (meist Engländer) über mehr als 37.000 Sklaven, die aus Westafrika verschleppt wurden, herrschten. Der ursprüngliche "Besitzer" musste während eines Krieges vor den Franzosen fliehen und so wechselte die Plantage samt Mühle und Rum-Brennerei später in andere Hände.

Christopher Codrington hatte mit der Namensgebung "Betty's Hope" (Hoffnung) zum Ausdruck bringen wollen, dass der Umzug von Barbados nach Antigua eine richtige Entscheidung gewesen sei.

 

aus Wikipedia:

Eric Clapton (* 1945), englischer Gitarrist, Sänger und Komponist, gründete hier das Crossroads Centre Antigua, eine Drogenklinik für Reiche.


Silvio Berlusconi (* 1936) besitzt ein Anwesen mit sieben Villen auf Antigua.

(alle Bilder gemeinfrei - ohne kommerzielle Nutzung)


23.02.2020

SachbeschädigungObsersavations-Camerakein Kommentar,

aber eine Frage:

Kamera nicht gesehen? 


01.03.2020Reise-Icon (animated)

Reisebericht in die Vulkan-Eifel

"Eine  große  Vielfalt  an  Gesteinen  wurde  in  Europa  zur  Herstellung  von  Mühlsteinen  genutzt:  Sandsteine,  Arkosen,  Konglomerate,  Kalksteine  oder  Granite.  Mühlen*  aus  diesen  Gesteinen  deckten  jedoch  immer  nur  den  lokalen  Bedarf.  Die  großen  Produktionszentren  für  Mühlsteine,  von  denen  aus  weit  überregional  exportiert  wurde,  entwickelten  sich  ausschließlich  in  vulkanischen  Regionen.  Zur  Herstellung  der  qualitätsvollen  Mühlen  wurden  sorgfältig  Laven  ausgewählt,  die  im  Vergleich  zu  anderen  Gesteinen  hervorragende  Eigenschaften  als  Mühlsteinrohstoff  besitzen.  Diese  Laven  verfügen  über  mehrere  Vorteile:  Aufgrund  der  raschen  Abkühlung  an  der  Erdoberfläche  sind  sie  extrem  feinkörnig,  d.h.  beim  Mahlvorgang  werden  keine  größeren Kristallkörner oder Gesteinsstücke, die das Mehl verunreinigten und Zähne schädigen,  herausgebrochen.  Die  Laven  sind  hart,  der  Abrieb  bleibt  somit  im  Vergleich  zu  einem  Sandstein  oder  Granit  geringer,  damit  ist  die  Mühle  lange  nutzbar.  Aufgrund ihres Gasgehaltes sind die Laven vesikulär, die Mühle besitzt also trotz des Verschleißes  selbstschärfende  Eigenschaften  durch  die  ständige  Öffnung  neuer  Blasenräume. Zudem bietet die Größe der Blasen im Gestein gute Griffigkeit für das Getreidekorn,  das  so  beim  Mahlen  effektiv  zerrissen  wird.  Die  vesikuläre  Struktur  verringert  zudem  die  Dichte  des  Gesteins,  was  Handhabung  und  Transport  der Mühlen erleichtert." (Zitat aus einer wissenschaftlichen Arbeit - Universität Mainz) 

Carolin Franck (Vorstandsmitglied im Mühlenverein) ist in die Vulkan-Eifel gefahren und hat Bilder mitgebracht vom Rother Kopf (unweit von Gerolstein), ein Lavagelände aus dem bereits die Römer Mühlsteine "geschlagen" haben. Bei  68  analysierten  Mühlsteinen  aus  verschiedenen  Regionen  Mitteleuropas  konnte  so  für  49  Fundstücke  eine  Eifeler  Provenienz  festgestellt  werden.

* mit Mühlen sind hier Mühlsteine gemeint

Rother Kopf Bild 1 Rother Kopf Bild 2 Rother Kopf Bild 3

klick auf Bild für große Darstellung


08.03.2020

Ankündigung Mitgliederversammlung

Ankündigung

für die Planung

Am Samstag, 9. Mai 2020 soll die nächste Mitgliederversammlung des Mühlenvereins ab 18 Uhr stattfinden. Ab nachmittags ist ein gemütliches Treffen (mit Brotbacken) geplant. Es wird rechtzeitig eine schriftliche Einladung geben - Bitte Termin schon einplanen.

Diese Planung setzt voraus, dass die derzeitige gesundheitliche Bedrohung bis zu diesem Termin abgeklungen ist und die Versammlung rechtlich erlaubt ist!


15.03.2020

Einrüstung des Fachwerkhauses durch die Firma Geese

Bauzaun

Keine Sorge! Eines der ältesten Gebäude im Dorf (von 1693) wird nicht abgerissen. Im Gegenteil - Die Stadt hat umfangreiche Sanierungsarbeiten in Auftrag gegeben für das jetzige Haus der Wassermühle. Die Farbschmierereien werden ebenfalls entfernt, da sie nach Ansicht von Fachleuten keinerlei künstlerischen Wert haben. Richtige Graffiti-Künstler schämen sich für diese Amateure, die Baumarktfarbe auf denkmalgeschützten Bauwerken auftragen.


15.03.2020
wichtige Mitteilung

an unsere Besucher

Zu ihrem Schutz und der Gesundheit unserer Ehrenamtlichen haben wir uns als Mühlenverein entschlossen, die Gebäude des Mühlenmuseums und der Wind- und Wassermühle ab 16. März bis mindestens zum 9. April auf weiteres zu schließen. Wir werden in dieser Zeit auch keine Besuchergruppen empfangen.

Müller, aber auch andere Berufe, haben zu allen Zeiten eine hohe Verantwortung getragen.

Als Mühlenverein wollen wir diesem Anspruch gerecht werden.


22.03.2020Loch in der Ziegelsteinwand zwischen dem Fachwerk

Bauzaun (2)

Zwischen den beiden Brettern ist das Loch zu sehen, bei dem defektes Ziegelwerk erneuert werden muss. Die Baufirma erledigt viele Bergbauschäden. Die Wassermühle und das Fachwerkhaus war im Übrigen vor 100 Jahren für mehr als 10 Jahre im Besitz des "Hamborner Bergbaus / Thyssen". Im Oktober 1924 beendete der letzte Wassermüller den Mühlenbetrieb. Ein abgequetschter Arm (Arbeitsunfall am Wasserrad) und ein krimineller Geschäftspartner trieben ihn in die Insolvenz.


29.03.2020

Plakat Deutscher Mühlentag mit Absage

'zur Planung...'

Bevor die Landesregierung die Pandemie-Maßnahmen ausgesprochen hat, hatte der Vorstand des Mühlenvereins bereits die vorübergehende Schließung der Mühlenbauwerke beschlossen. Eigentlich war klar, dass unser aller Problem mit 14 Tagen nicht erledigt sei. Deshalb ist es nun vorausschauend und sicher richtig, auch den "Deutschen Mühlentag" bereits jetzt abzusagen.

Eberhard Jahn, der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V.,  hat die Betreiber historischer Mühlen und Mühlenvereine davon in Kenntnis gesetzt, denn natürlich benötigt ein solcher "Feiertag" auch immer eine Planungs- und Vorbereitungszeit.

Auch die vom Mühlenverein geplante Mitgliederversammlung am 9. Mai dürfte damit unwahrscheinlich werden. Der Vorstand wird dazu in Kürze eine "eMail-Konferenz" haben.


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