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1992
 

Hiesfelder Verein hat ehrgeizige Museumspläne
"Mühlen aus aller Welt"

von WOLFGANG WIESE

DINSLAKEN-HIESFELD. "Mühlen aus aller Welt" sollen sich in den Räumen der Hiesfelder Wassermühle präsentieren. Ein hochtrabendes Vorhaben? Wenn Kurt Altena, Vorsitzender des Mühlenvereins, davon spricht, klingt es eher wie eine schlichte Feststellunng, und erst beim zweiten Hinhören spürt man die Energie, die hinter dem Satz steht. Doch Altena und seine weiteren Vorstandsmitglieder lassen es nicht bei Worten bewenden, sie können auch schon eine Reihe attraktiver Mühlenmodelle vorzeigen. Fünf von ihnen kamen erst in der letzten Woche, eines prächtiger als das andere. "Jetzt fehlt nur noch die Landschaft drumherum, dann ist das Bild komplett", hat Altena den Erwerb schon abgehakt, denkt er weiter.

Modell der portugiesischen WindmühleNatürlich haben die großen Originale der Mühlenmodelle ihre Geschichte, und die wurde von ihren Funktionen geschrieben. So trieb die Paltrockmühle beispielsweise in der Umgebung des niederländischen Zaan die Sägen in den Holzwerken an. Ihre Form wurde einem charakteristischen Kleidungsstück eingewanderter Pfälzer nachempfunden. Überhaupt wurde früher in Holland - speziell am Meer und in Hafenbereichen - ein großer Teil der Mühlen in der Industrie eingesetzt: für die Papierherstellung ebenso wie für das Mahlen von Gewürzen für Speiseöle. Auch die Bearbeitung von Hanfstengeln zur Fabrikation von Seilen wurde durch Windmühlenkraft erleichtert. Funktionen, die man heute nicht mehr sieht, die der Mühlenverein Hiesfeld geschichtlich aufarbeiten und in seinen Räumen dokumentieren will. Das kostet natürlich seine Zeit, doch der Anfang ist schon gemacht. Mehr als nur am Anfang steht die Bestückung der Räume. 13 Modelle sind es schon, auf 18 bis 20 Modelle will der Verein bis Anfang September kommen. Warum Anfang September? Am 8. September dieses Monats im letzten Jahr wurde das Museum als solches feierlich eingeweiht. Wahrscheinlich steht dann auch schon die Holzkonstruktion auf drei Mühlrädern auf der Grünfläche vor dem Haus, die auf die Kostbarkeiten in seinem Inneren aufmerksam machen soll.

Wie aber kommt man an Mühlenmodelle? Fündig wurden die Hiesfelder im niederländischen Leiden im dortigen "Stedelijk Molenmuseum". Sie erfuhren Anschriften von Modellbauern, von denen sich die Besten jährlich einen Wettstreit liefern. Beim Sieger 1990: Mijnherr L. Boshuizen, ließen sie arbeiten. Klar, daß solch ein Modell auch Geld kostet, so zwischen 3000 und 6000 Mark. Warum in die Ferne schweifen, wenn ein anderer Modellbauer fast vor der Haustüre wohnt? So wurde in Repelen einer ausgemacht, der inzwischen schon seit über 200 Stunden an Wippmühle arbeitet. Jede Schindel sägt es einzeln aus, um sie dann zusammenzufügen. Inzwischen herrscht Freundschaft zwischen ihm und dem Verein, dem der Repelener schon beigetreten ist. Vielleicht läßt er sich irgendwann einmal in Hiesfeld bei seiner Arbeit über die Schulter schauen.

Modell De Salamander"Mühlen aus aller Welt": Frankreich ist schon mit einer horizontalen Wassermühle vertreten. Der Italiener Agostini Ramelli schuf das Original 1588. Das portugiesische Modell stellt eine Windmühle dar, über die einst die Felder an der Atlantikküste bewässert wurden. Auffällig an ihr: dreieckige Segel statt der meist üblichen Flügel. Ihr haben die Hiesfelder schon die passende Landschaft mit Kanälen hinzugefügt.

Und der Besucher findet selbstverständlich auch die Hiesfelder Mühlen im verkleinerten Maßstab, sowohl die Windmühle an der Sterkrader Straße, als auch die Wassermühle am Rotbach. Bei letzterer kann er also das Gebäude im Kleinformat sehen, in dem er sich gerade als Museumsbesucher gerade befindet. Geöffnet ist es übrigend sonnstags, 10:30 bis 12:30 Uhr. Am 1. Mai kann dazu auch die Windmühle wieder besichtigt werden (bis 1. Oktober). Für Gruppen können Sonderzeiten vereinbart werden.

 Rheinische Post  26. Februar 1992


1992
 
Neue Modelle werden angeschafft
Das ist wohl einmalig im Ruhrgebiet"
Empfang durch Bürgermeister Klingen
    NRZ-Foto:Terbrüggen

ah. DINSLAKEN. „Das ist ja wohl einmalig im Ruhrgebiet"„ schwärmte Professor Dr. Jürgen Gramke , Chef des Kommunalverbandes Ruhrgebiet (KVR), als er mit seiner Frau auf Einladung des Mühlenvereinsvorsitzende Kurt Altena die Wassermühle in Hiesfeld besuchte. Bürgermeister Karl-Heinz Klingen, Stadtdirektor Wilfrid Fellmeth und die Beigeordneten Klaus Haverkämper, Willi Brechling und Klemens Schmandt sowie MDL Horst Vöge ließen es sich nicht nehmen, dem Gast das neue Dinslakener Kleinod vorzustellen.

     Rechtzeitig zu diesem Besuch hatten Frauen des Mühlenvereins das wiederum um sieben neue Mühlenmodelle erweiterte „Museum" auf Hochglanz gebracht. „Es ist zu einem wahren Schmuckstück geworden. Und dabei ist die letzte Phase der Einrichtung noch nicht erreicht", waren sich die anwesenden Vorstandsmitglieder des Mühlenvereins, Artur Benninghoff, Dieter Mensch, Dietrich Heyne, Hermann Emmerich und Heinz Roelofs, einig. Die Anschaffung von vier bis sechs zusätzlichen Modellen aus Persien, Finnland, Griechenland und der berühmten „Moulin Rouge" sind noch geplant.
 

Dr. Jürgen Gramke kam einfach aus dem Staunen nicht heraus. Das bewirkte auch der langgehegte Wunsch des Mühlenvereins, die alte Hiesfelder Kate, die jetzt hinter dem „Haus der Heimat" in Dinslaken steht, wieder nach Hiesfeld umzusiedeln. Sie soll den baulichen Komplex um die Wassermühle abrunden und noch interessanter gestalten. In ihr soll eine Backstube aus der Jahrhundertwende untergebracht werden.
     „Den Ofen haben wir schon. Jetzt fehlt nur noch der Umzug des Gebäudes, dann können wir mit dem Brotbacken anfangen", erklärte Kurt Altena. Und der Vorsitzende meinte es ernst mit dem Brotbacken. Besucher der Wassermühle können sich dann zukünftig eine echte Stulle einverleiben, wenn sie an der Wassermühle Rast machen.

 NRZ  16. März 1992


1992
 
Backhaus zum Mühlenmuseum /Ruth Bellen (CDU)
Entscheidung nicht vorgreifen

DINSLAKEN. Erstaunt und befremdet zeigt sich Ruth Bellen, Sprecherin der CDU-Fraktion im Dinslakener Kulturausschuß, über die Ankündigung des stellvertretenden Bürgermeisters Altena, das zum "Haus der Heimat" gehörende Backhaus zur Wassermühle zu verlegen. Altena hatte dies am vergangenen Samstag bei einem Besuch von KVR-Direktor Jürgen Gramke im Mühlenmuseum geäußert.
     Besagtes Backhaus sei im Gutachten für das "Stadthistorische Zentrum" ein Teil der Gesamtplanung, so Ruth Bellen in einem Schreiben an die Presse. Ihre Befürchtung: Auf diese Weise könnte mit der Teildemontage des Museums "durch die Hintertür" begonnen werden. Entscheidungen könne man aber nicht vorwegnehmen, bevor die Planung endgültig abgeschlossen sei und Ratsgremien gesprochen hätten.

 Rheinische Post  18. März 1992


1992
 

Preis für Erkans Wassermühle
Bis ins kleinste Detail 
stimmte das Mini-Modell

DINSLAKEN. Mit einem Modell der Hiesfelder Wassermühle nahmen am Montag und Dienstag dieser Woche der 17jährige Hauptschüler Erkan Yidiz und sein Lehrer Werner Schulze an der Landesendausscheidung des Schülerwettbewerbs "Jugend und Technik" in Essen teil. Zwei Tage lang wurden die Modelle von einer kritischen Jury geprüft, bis das Urteil feststand. Für den Lohberger Jungingenieur reichte es zu einer Auszeichnung, die mit einem wertvollen Sachpreis honoriert wurde.
 

     Die Nachbildung der Wassermühle wurde aus über 500 Einsendungen ausgewählt, um in Essen vorgestellt zu werden. Erkan gehört zu den wenigen Hauptschülern, die beim Wettbewerb vertreten waren. Entstanden ist das Modell im Rahmen der "Arbeitsgemeinschaft Technik" an der Hauptschule Glückauf. Auf die Idee, die Hiesfelder Mühle nachzubauen, kam Erkan, als er von einem Besuch bei seiner Schwester zurück nach Lohberg radelte. Das historische Bauwerk hatte ihn immer fasziniert. Schon bevor sein Lehrer Werner Schulze vom Landeswettbewerb "Jugend und Technik" erzählte, den der Verein Deutscher Ingenieure veranstaltet, befand sich das Modell in Arbeit. Mehr als drei Monate bastelte der 17jährige in der Schule und Freizeit an der Konstruktion, bis die Unterlagen eingesendet werden konnten.
     Pläne wurden gezeichnet, Fotos geschossen und Berichte geschrieben. Dabei besuchten die Schüler auch das Mühlenmuseum, um das Innenleben des Hiesfelder Wahrzeichens kennenzulernen. Unter dem abnehmbaren Dach des Modells wurde die Technik der Mühle maßstabsgetreu nachgebildet.
     Umso größer war dann die Freude, als für Erkan die Einladung zur Landesausscheidung kam. In den zwei Tagen in Essen mußten er und sein Lehrer eine Reihe von Fragen der Jury und von interessierten Zuschauern beantworten. Am Rande der Veranstaltung wurden die Schüler auch zu einem Besuch der Bochumer Sternwarte eingeladen. Wenn Erkan beim Wettbewerb einen der ersten drei Plätze erreicht hätte, wäre er zur Bundesausscheidung nach Berlin gefahren. Er ist aber nicht traurig, daß es dazu nicht gereicht hat, denn sonst hätte er nicht an der Abschlußfahrt seiner Schulklasse teilnehmen können.
Modell der Wassermühle von Erkan     Das künftige Schicksal des Modells ist noch ungeklärt. Werner Schulze würde es gern als Demonstrationsobjekt im Schulunterricht verwenden, allerdings sind er und Erkan auch bereit, die maßstabsgetreue Nachbildung dem Hiesfelder Mühlenmuseum zu überlassen. Ungeklärt übrigens ist auch noch die berufliche Zukunft Erkans. Im Augenblick schreibt der stille, zurückhaltende Junge fleißig Bewerbungen für eine Lehrstelle als Elektriker oder Schlosser. Allerdings kann er sich auch eine Arbeit mi Holz vorstellen. Sein Modell hat bewiesen, daß er da genug Talent und ein "glückliches Händchen" mitbringt.

 NRZ  Markus Peters, 28. Mai 1992  (zum 2. Teil der Geschichte)


1992
 

PlakatAusstellung

Hiesfeld. Zum zweiten Mal veranstaltet der Mühlenverein in der Wassermühle eine Ausstellung. In der Zeit vom 19. bis 21. Juni von 11 bis 17 Uhr zeigen zwei Hiesfelder Künstlerinnen ihre Werke und zwar Anne Brechling -Aquarelle und Adelheid Seitz - Bauernmalerei. Schirmherr der Ausstellung ist Günter Hornung, Geschäftsführer der Wohnbau Dinslaken.

 Niederrhein-Anzeiger   17. Juni 1992

zur Seite Sonderausstellungen


1992
 
Arbeit an den Flügeln
Bald drehen sich die Flügel wieder

In luftiger Höhe läßt es sich bei dieser Hitze aushalten. Jedenfalls, wenn man schwindelfrei ist, wie die drei Spezialisten aus Holland, die man seit einigen Tagen auf der Hiesfelder Windmühle herumkraxeln sieht. Sie verrichten dort Schwerstarbeit: Die Restauration der Flügel an der Windmühle ist angesagt, damit sie sich bald wieder zur Freude der Hiesfelder drehen können.

ah/ NRZ -Foto: Arno Wolter

22. Juli 1992


1992
 

Mühlenverein auf der Suche
Wo steht noch ein altes Backhaus?

Hiesfeld. Der Mühlenverein Hiesfeld sucht zur Vervollständigung des Museums in der Wassermühle ein altes Backhaus. Gedacht ist an ein Fachwerkhäuschen von etwa 12 bis 14 Quadratmetern. Das Häuschen kann ruhig renovierungsbedürftig sein. Es wird vom Mühlenverein abgebaut. Auskünfte erteilt Kurt Altena (02064-62080 oder 02064-94188)

 NRZ  15. September 1992


1992
 
Verein erwarb preisgekröntes Modell
Erkans Mühle steht jetzt in Hiesfeld  

DINSLAKEN. Die Anregung kam durch die NRZ: Gestern erwarb Kurt Altena, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Dinslaken und Vorsitzender des Mühlenvereins Hiesfeld, ein Modell der Hiesfelder Wassermühle, das Erkan Yidiz, ehemaliger Schüler  der Glückauf-Hauptschule in Lohberg, gebastelt hatte. Finanziert werden konnte der Kauf durch eine Spende in Höhe von 1000 Mark von der Sparkasse Dinslaken-Voerde-Hünxe. In Zukunft soll anhand des Modells Schülern das technische Prinzip der Wassermühle in demonstriert werden.

Gruppenbild bei Übergabe

     „Das künftige Schicksal des Modells ist noch ungeklärt. Werner Schulze würde es gern als Demonstrationsobjekt im Schulunterricht verwenden, allerdings sind er und Erkan auch bereit, die maßstabsgetreue Nachbildung dem Hiesfelder Mühlenmuseum zu überlassen". Diese Sätze aus der NRZ vom 28. Mai ließen Kurt Altena und seine Vorstandskollegen hellhörig werden. Der Mühlenverein setzte sich mit Schuldirektor Helmut Weinreich in Verbindung. Der gab sofort sein Einverständnis und Sparkassendirektor Artur Benninghoff, auch Schatzmeister des Vereins, sorgte für das entsprechende Honorar. „Wir sind der Meinung, daß die Bemühungen der Schule auch entsprechend gewürdigt werden müssen", meinte Werbeleiter Heinz Pennings.
     Die 1000 Mark kommen komplett der Glückauf-Hauptschule zugute. Weinreich möchte von dem unerwarteten „Geldsegen" zwei Klassensätze Bücher erwerben, die als zusätzliches Material im interkulturellen Unterricht benutzt werden können. „Dem Haß keine Chance" und „Rassismus bei Uns" heißen die Titel, die demnächst dank Erkans geschaffenem Modell im Deutschunterricht besprochen werden können.
     „Ich finde diese Idee toll", freute sich Erkan Yidiz. Es ist im „Sinne des Erbauers", daß die Früchte seiner Arbeit zum besseren gegenseitigen Verständnis zwischen türkischen und deutschen Schülern beitragen sollen. Der heutige Konstruktionsmechaniker-Lehrling hatte die Arbeit im Rahmen des Technik-Unterrichts angefertigt und mit dem Modell der Hiesfelder  im vergangenen Jahr am Schülerwettbewerb "Jugend und Technik" teilgenommen. Bei der Landesendausscheidung in Essen wurde er mit einem Preis ausgezeichnet.
     „Ich wäre gestern gerne beim Verkauf des Modells dabeigewesen, aber die Berufsschule hatte Vorrang", entschuldigte Erkan seine Abwesenheit. Allerdings wurde er von seinen ehemaligen Mitschülern Necati Dogruyol, Fatih Yildiz und Kurucu Orhan, die am Modell mitgearbeitet haben, würdig vertreten.

 NRZ  Markus Peters, 11. Dezember 1992 (NRZ-Foto: Terbrüggen)


1992
 

Frischer Wind im Mühlenmuseum
Obergabe der neuen Mühlen
Karl Terhagen und Werner Maaß bei der Übergabe an Monika Schürmann und Kurt Altena

Hiesfeld. Die Mühle gehört so sehr in das Bild einer ebenen, windreichen Landschaft, daß man sich eine solche Gegend kaum ohne die Silhouette der kleinen "Windkraft-werke" vorstellen kann. Auch hier am Niederrhein kann man viele der klassischen Mühlentypen finden. Die verschiedenen Windmühlen der Welt zu zeigen, daß hat sich das Hiesfelder Mühlenmuseum zur Aufgabe gesetzt. Zwei neue Mühlenmodelle wurden dem Museum jetzt zum Geschenk gemacht: Eine portugiesische und eine ägyptische Windmühle.

Gespendet wurden die Modelle von der Volksbank Dinslaken. Der Volksbankvorstand, vertreten durch Karl Terhagen und Werner Maaß, will mit dieser "Mühlen-Spende" zur weiteren Vervollständigung des in der Bundesrepublik in dieser Form wohl einmaligen Mühlenmuseums beitragen. Sehr zur Freude von Kurt Altena, Vorsitzender des Mühlenvereins Dinslaken-Hiesfeld und stellvertretender Bürgermeister, der dabei auch schon auf das im nächsten Jahr im Mai stattfindende Jubiläum "300 Jahre Hiesfelder Wassermühle" hinarbeitet.
     Die liebevoll rekonstruierten Modelle der neuen portugiesischen und ägyptischen Mühlen können auch viel über die Geschichte des Mühlenbaus und -gebrauches erzählen. So dient die portugiesische Mühle dort der Landwirtschaft zur Bewässerung der Felder.
     Die Bauart ist von den Küsten des Mittelmeeres übernommen worden, die Segel des Windrades sind dreieckig und werden um die Speichen gewickelt. Bei der ägyptischen Windmühle wird von einigen Wissenschaftlern angenommen, daß sie vermutlich die älteste Windmühle der Welt überhaupt ist. Sie wurde von den alten Ägyptern in der Nähe der ägyptischen Seestadt Alexandria schon vor mehreren tausend Jahren zum Mahlen des Getreides genutzt. Windmühlen in Ägypten sind in der Hauptsache aus Stein gebaut, da in diesen warmen Gegenden nicht ausreichend Holz vorhanden war.
     Für das Mühlenmuseum in der alten Wassermühle bleibt nur zu hoffen, daß ihre Räder niemals stillstehen werden und sie auch weiterhin die Geschichte der Mühlen überliefert.
 

Niederrhein-Anzeiger 30. Dezember 1992                                    Gründungsmitglied des Mühlenvereins

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