Mühlenverein Hiesfeld
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Häufig gestellte Fragen (FAQ)


 
 

 


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Frage Ist die Webseite für einen speziellen Browser oder Auflösung gestaltet?
Antwort Nein. Bei der Vielzahl von Browsern und Bildschirmgrößen ist leider kein Optimum möglich. Die Seitengestaltung ist ein Kompromiss.. Da diese Seiten jedoch sehr auf großflächige Bilder setzen, ist der jeweils neue Internetbrowser (ab Version 9) von Microsoft sicherlich eine gute Wahl. Für die multimedialen Effekte sind zusätzlich der Flashplayer (Adobe/Macromedia) und ein Soundplayer (Quicktime Apple) erforderlich. Beide sind kostenlos im Internet erhältlich. Es sollte, auch aus Sicherheitsgründen, immer die neueste Version benutzt werden.
 
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Frage Seit wann gibt es das Mühlenlogo?
Antwort Eigentlich von Anfang an. Neu ist das Design. Es entspricht dem Logo der Deutschen Mühlengesellschaft, jedoch in der Änderung der Farben und kleiner Details. Rot-Weiß sind die Dinslakener Stadtfarben. Rot steht zudem auch für den Rotbach
 
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Frage Was bedeuten die Flügelstellungen bei Windmühlen?
Antwort Die Flügel der Windmühlen dienen, je nach Stellung im gebremsten Zustand, der Übermittlung von Signalen. Es sind vier bis neun Flügelstellungen, die zum Teil nur durch Unterschiede in der Bespannung der Ruten oder der Stellung der Jalousieklappen erkennbar sind, möglich. So ist zum Beispiel die Betriebspause schon von weitem zu erkennen und der Kunde bemüht sich nicht zur Mühle. Auch wichtige Familienereignisse der Müllerfamilie (Geburt und Tod) signalisiert der Müller mithilfe der Freuden- oder Trauerschere. Die Signale unterscheiden sich regional, so dass nicht von einer einheitlichen Signalsprache gesprochen werden kann. Die Flügelsprache wird auch Mühlensprache genannt. Diese Sprache gilt natürlich für Mühlen mit vier Flügeln. Bunte Bänder (auch mit Blumen) stehen als Mühlensymbol für einen Feiertag.
Bunte Bänder an den Flügeln für Feiertag
 
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Frage Hat "Tretmühle" auch was mit Mühlen zu tun?
Antwort Als es noch keine Dampfmaschinen gab, benutzte man neben Zugtieren auch Menschenkraft. Im Mittelalter etwa trieben sogenannte Windenknechte in meterhohen Laufrädern Mühlen und sogar Kräne an. Da diese Arbeit anstrengend war, wurden  sie dafür gut bezahlt. In englischen Gefängnissen  setzte man aber auch nach Erfindung der Dampfmaschine noch auf "man power": Gefangene verursachten keine Lohnkosten, man konnte sie also beliebig lange laufen lassen und so äußerst profitable Getreidemühlen betreiben. Fühlt sich heute jemand wie in einer Tretmühle, ist sein Arbeitsalltag erschöpfend monoton.
 
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Frage Warum drehen alle Windmühlenflügel nach ???
Antwort Clemens Glunz  (Vorstandsmitglied des Mühlenvereins) fragte die Besucher am Mühlentag 2011: ,,Warum drehen sich alle Mühlen auf der Welt links herum?" Die kurze Pause lässt erahnen, dass die Umstehenden überlegen, ihre erste, vielleicht vorschnelle Idee wieder verwerfen. ,,Wenn er schon so fragt", mag sich mancher denken "dann kann die Antwort nicht auf der Hand liegen".

Warum die Mühlen sich nun links herum drehen, findet keiner heraus. Wie auch? ,,Wir haben schon Literatur gewälzt", erzählt Glunz, selbst Maschinenbautechniker im Ruhestand. "Es gibt mehrere Begründungen, aber keine ist stichhaltig." 

 
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Frage Sind Ostereier (eastereggs) auf den Webseiten versteckt?
Antwort Ja.
 
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Frage Warum war der Beruf Müller so verrucht?
Antwort Bis 1811 galt der Mühlenbann. Der Müller war also Monopolist. Dennoch traf ihn auch das Schicksal von Dürre und fehlendem Wind. Seine Mühle mußte mahlen, wenn der Wind wehte, also auch nachts und während die anderen in die Kirche zur Messe gingen. Wenn die Mahlsaison vorbei war, dann war es nicht die "Wanderslust" der Gesellen, sondern häufig die Form saisonaler Arbeitslosigkeit. Je nach Region bestand der Lohn in 10 bis 20% des Mahlgutes für den Müller. Doch viele Bauern, die nochmal den "Zehnten" an den Landesherrn zu zahlen hatten, misstrauten dem Müller beim Mahlgang. Er lieferte zwar besonders feines Mehl, erhöhte aber dadurch auch seinen Anteil. Schließlich waren es Goldstücke, die die Mühle "schmierte", um vor einem anderen Bauern beliefert zu werden.

In Erzählungen überliefert, aber auch dokumentiert sind andere "Schattenseiten":  Es sind Fälle aus dem Friesland bekannt, wo die Genehmigung zum Bau von Mühlen zwischen 9 und 26 Jahren (Münkeboe) an Lebenszeit verbrauchten. Es soll ein Handwerk mit überdurchschnittlich hohen Unfallzahlen gewesen sein. Von steilen und engen Stiegen bei Stürzen, Quetschungen am Mühlstein und Kopfverletzungen durch die Mühlenruten sind Beispiele für den Tatort: "Mühle".

 
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Frage Was ist der Unterschied zwischen dem Mühlenverein und RedBull?
Antwort Der Mühlenverein verleiht keine Flügel.
 
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Frage In welchem Maßstab sind die Modelle gebaut?
Antwort Die Lehmann-Groß-Bahn (oder auch Lehmann-Garten-Bahn genannt) (LGB) ist eine wetterfeste Gartenmodellbahn in der Nenngröße IIm (später vom Hersteller auch als G bezeichnet) mit einer Spurweite von 45 mm, im Maßstab 1:22,5 (tatsächlich je nach konkretem Vorbild 1:16 bis 1:29). Und nun zu den Mühlenmodellen: Fast alle Modelle sind in gleichem Maßstab. Der Kernmaßstab ist 1:20.
 
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Frage Gab oder gibt es klassische Mühlen in den USA?
Antwort Modell im MuseumJa. Von den großen Weideflächen kennt man, wenn nicht persönlich, so denn aus Filmen das Blechrad, das Wasser aus Brunnen schöpft. Es gab aber auch die in Europa bekannten Mühlentypen. Als Modell in unserem Museum steht eine Bockwindmühle aus Williamsburg, die am Originalstandort wieder aufgebaut wurde. Die Mühle war gleichzeitig das Wohnhaus von Müller Robertson und seinem Gehilfen. 
 
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Frage mann oder man?
Antwort Auf den polierten Buchstaben des Namenszuges findet man in der Hiesfelder Windmühle: I. W. Beckman.1833 - Im Text von Berthold Schön finden wir jedoch die Schreibweise mit 2 "n". Uns allen ist bekannt, dass sich Sprache entwickelt. Eine der frühen Schreibweisen für Hiesfeld lautet z.B. Hysfeldt. Viele Familiennamen resultieren aus Berufsbezeichnungen.
Beckmann - Der Name Beckmann hat zweierlei Herkunftsmöglichkeiten: Als Kurzform von Becker bezeichnet er einen Bäckersmann. Die andere Möglichkeit ist, wie bei "Beck" die Herkunft über das Wort "Bek(e)" für Bach. Bek(e) war das mitteldeutsche Wort für Bach. Beckmann kann also, je nach Herkunftsregion auch bedeuten, "die, die am Bach wohnten". Der zweite Teil des Namens wies, wie in vielen anderen Fällen auf einen "Mann" und den schrieb man früher mit einem "n".
 
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Frage Es gibt einige Hinweise auf Willi Dittgen. Wer war er?
Antwort Bild Willi DitgenWilli Dittgen (* 18. November 1912 in Düsseldorf; † 21. März 1997 in Dinslaken) war Kulturamtsleiter, Volkshochschulleiter und Heimatforscher. Er wurde 1946 vom ersten Bürgermeister und Landrat Dr. Josef Zorn, seinem ehemaligen Deutschlehrer am Gymnasium, mit dem Aufbau eines neuen Kulturlebens im Kreis Dinslaken beauftragt. Als Leiter des Kultur- und Presseamtes organisierte er Konzerte und Theateraufführungen, gab die entscheidenden Impulse für den Aufbau des Heimatmuseums und der Volkshochschule, deren Leitung er übernahm. Mitbegründer war er beim Madrigalchor und Kammerorchester. Willi Dittgen ist der Autor zahlreicher heimatkundlicher Bücher. Er gestaltete redaktionell und als Autor 30 Jahrgänge Heimatkalender und Jahrbücher für den Kreis Dinslaken und zuletzt für den Kreis Wesel. Seine besondere Sorge galt der Erhaltung der Bau- und Kunstdenkmäler im Kreis Dinslaken. Ohne seine Schriften würde unseren Web-Seiten eine Menge an Informationen fehlen. Mehr bei
 
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Frage Was ist der Windmühlencup?
Antwort Der Filmclub Dinslaken vergibt den Windmühlencup. Der Mühlenverein ist damit nicht verbunden. Für das Jahr 2012 stehen acht Filme im Finale, die dem Publikum am 25. November um 15 Uhr im Dachstudio der Stadtbibliothek gezeigt werden. 47 Filme reichten Amateurfilmer aus Deutschland und Österreich beim Filmclub Dinslaken ein: Eine Gesamtlänge von neuneinhalb Stunden musste die Jury sichten. Jedes Jahr im November wird der „Niederrheinische Filmwettbewerb“, kurz Windmühlencup genannt, ausgerichtet. Mehr unter  www.filmclubdinslaken.de
 
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Frage Warum mahlt der Mühlenverein kein Mehl?
Antwort

Für die Wassermühle ist die Antwort sehr einfach: Der Rotbach hat keine Kraft mehr, um das Mühlrad ausreichend anzutreiben. Mit Pumpe und Hochwasserbecken (Rotbachsee) ist er selbst auf Technik angewiesen.

In der Windmühle würde die Gefahr für 'Hobbymüller' und insbesondere Besucher sehr schnell steigen. Der unvermeidbare Mehlstaub setzt sich auf die steilen Treppen und macht sie noch gefährlicher. Technisch wäre es möglich, aber die Hiesfelder Windmühle ist durch die umfassende Wohnbebauung zumeist 'windstill' geworden. Zu selten reicht der Wind für den Antrieb und dann braucht man noch mindestens einen gelernten Müller, der die Flügel rechtzeitig bremst und den Mühlstein nicht zu heiß werden läßt.

Und schließlich wäre da noch die regelmäßige Reinigung vom Mehlstaub, auf dem man nicht nur ausrutschen kann... siehe nächste Frage.

 
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Frage Explosion durch Mehl?
Antwort

Eine Staubexplosion ist die Variante einer Explosion, bei der in der Luft feinverteilte feste Stoffpartikel gezündet werden. Die Folge ist eine plötzlich verlaufende Kraftentfaltung, die auf dem Ausdehnungsbestreben von plötzlich erhitzten Gasen und Dämpfen beruht.

Gemische aus Staub und Luft sind explosionsfähig, wenn der Staub aus brennbarem Material besteht wie z. B. Kohle, Mehl, Holz, Kakao, Kaffee, Stärke oder Cellulose. Auch anorganische Stoffe und Elemente wie Magnesium, Aluminium und sogar Eisen und Stahl sind in dieser Form explosiv (oder zumindest brennbar). Neben der Brennbarkeit (der Fähigkeit, mit dem Luftsauerstoff exotherm zu reagieren) ist die geringe Partikelgröße der Stäube entscheidend, d. h. die explosiven Effekte steigen mit abnehmender Größe. Durch den Prozess der Zerkleinerung entstehen sehr große Oberflächen, wodurch die Staubpartikel sehr gut Wärme aufnehmen und damit durchzünden und dann sehr schnell oxidieren können. Durch diese Effekte ist es möglich, dass auch Materialien, die in fester Form als nicht brennbar gelten, in dieser feinverteilten Form brennen können.

 
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Frage Gefahrstoff Mehl?
Antwort

Allergie auf Mehlstaub: Wir alle freuen uns auf frische Brötchen, köstlichen Kuchen, Kekse und herrliches Brot vom Bäcker. Für die Herstellung dieser Köstlichkeiten ist der Bäcker beim Backen in der Bäckerei einer beträchtlichen Gefahr ausgesetzt. Sehr oft erkranken Bäcker in der Backstube an Asthma aufgrund einer Mehlstauballergie. Eine Allergie des Bäckers auf Mehlstaub kann Existenz-bedrohend sein. Die Gefahr für Besucher einer Mühle ist natürlich geringer. Unsere aktiven Mühlenmitglieder, die manchmal bis zu 10.000 Menschen pro Jahr in die Mühle führen, lauert aber schon ein Gefährdungspotenzial. Natürlich gibt es heute moderne Absaugmethoden, doch dann würde das Erscheinungsbild der historischen Mühlen stark verändert.

 
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Frage über die "Niederrheinische Kaffeetafel" und "Kannibalen"
Antwort

Die Niederrheinische Kaffeetafel ist eine Zwischenmahlzeit, die vorwiegend am späten Nachmittag oder am frühen Abend eingenommen wird. Sie ist ein altes Brauchtum und Ausdruck von Lebensart und Gemütlichkeit.  Dabei wird süßes und herzhaftes gleichzeitig angeboten. Zur niederrheinischen Kaffeetafel gehört Rosinen- oder Rheinisches Schwarzbrot, das mit Blutwurst, Leberwurst und anderen Wurstsorten, Quark, Käse und Rübenkraut belegt wird. Zum Abschluss wird gerne auch Pflaumenkuchen mit Sahne, Zimt und Zucker gereicht. Kaffee, Tee und natürlich Altbier dürfen bei der niederrheinischen Kaffeetafel nicht fehlen. Häufig bieten Bauernhofcafés die typische Kaffeetafel des Niederrheins an.

In Presseberichten über Besucherguppen des Mühlenmuseums wird manchmal auch über die "Verpflegung" der Gäste geschrieben. Eine echte "Niederrheinische Kaffeetafel" kann der Mühlenverein allerdings nicht anbieten. Bei der Terminvereinbarung für einen Besuch kann natürlich über alles gesprochen werden (Wünsche / eventuelle Kosten), aber Rheinisches Schwarzbrot wird z.B. nicht selbst gebacken. Der Ofen ist "leider" auch nicht historisch, aber gut und gut ist, dass er vorhanden ist.

In einem Bericht war (im Original) zu lesen:  ...konnte im Wintergarten die "Niederrheinische Kaffeetafel" mit selbstgebackenen Brot im historischen Ofen genossen werden.

Keine Sorge! Besucher werden nicht in den Ofen gesetzt.Wir sind keine Kannibalen! Der Begriff Wintergarten ist sicherlich für einen Besuch im April schön. Zum "Advent am See" hängt ein Schild mit dem Wort "Cafeteria". Manchmal sagen wir auch Mühlenhof. Egal welcher Name: Hier ist es gemütlich und der einzige Platz im Museumskomplex, der barrierefrei (über den Hof) auch für Rollstühle und Rollatoren erreichbar ist.

 
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