Mühlenverein Hiesfeld e.V.

Logo MuseumHerzlich Willkommen auf den offiziellen Seiten des Mühlenvereins. Unsere Aufgabe ist die Pflege und der Erhalt der Hiesfelder Mühlen, aber auch die Mühlenkunde mit einem Museum. Mit Klick direkt zum Modell-Museum

 

Mühlen-Herbst

Wassermühle

Bild vergrößern Wasser / Wind

 

Mühlenmuseum / Wassermühle
Sonntags, 10.00 - 12.30 Uhr

Windmühle Mai bis September
1. Samstag, 11.00 - 13.00 Uhr

In beiden Mühlen: EINTRITT FREI

Führung nach telefonischer Vereinbarung: Monika Schürmann 02064 93063

1. Vorsitzender: Kurt Simons kubijasim@t-online.de

 

   alternative 
web-adresse:
www.muehlenverein.net

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webmaster: duscha@t-online.de

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18.10.2020
Mühlen der Welt Logo Holländer-Windmühle in Georgsdorf mit Reetdach

Mit der Rubrik "Mühlen der Welt" soll das Thema 'Buchweizen' abgerundet werden, denn hier ist das Mahlwerk für den Weizen, der kein Korn ist.

Die Windmühle Typ "Galerieholländer" wurde 1875 erbaut Es handelt sich um einen alten Ziegelbau mit Reeteindeckung. Von der Absicht eine Mühle zu bauen, wird erstmals im Jahre 1858 berichtet. Sie sollte in der Mitte zwischen Alt und Neu Piccardie stehen. Vor dem Amt Neuenhaus gab am 01.03.1866 der Vorsteher und Colonist Jan Jacobs aus Georgsdorf zu Protokoll, daß er in der Nähe der neu zu erbauenden Kirche eine Kornwindmühle anzulegen beabsichtige und dazu um die erforderliche Konzession nachsuchte. Das Amt befürwortete den Antrag. Damit stand der Errichtung einer Mühle nichts mehr im Wege, der Baubeginn zog sich gleichwohl hin... Steintafeln erinnern an den Baubeginn: 1875. Diese jahrelangen Verfahren waren Macht- und Geldspiele der Obrigkeit und betraf nicht nur diese Mühle im Emsland (Grafschaft Bentheim), westlich von Lingen und Meppen, nahe an der niederländischen Grenze. (Mehr zu der Geschichte dieser Mühle: http://www.kornmühle-georgsdorf.de/3.html)

Im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms wurde 1983 die Restaurierung der Windmühle eingeleitet. Nachdem das schadhafte Mauerwerk ausgebessert und die Galerie angebracht, dann die reetgedeckte Haube aufgesetzt und die gußeiserne Welle eingezogen war, wurde im Dezember 1985 auch das 2,5 Tonnen schwere Flügelkreuz montiert. Heute präsentiert sich die schmucke Windmühle in Georgsdorf wieder als Wahrzeichen des Ortes.

Um die Mühle und den Buchweizen kümmert sich der Georgsdorfer Mühlenverein e.V.

Es wird in der Mühle nur Buchweizenmehl produziert, aus eigenem Anbau ca.3,5 ha

Sie kann von Anfang April bis Ende Oktober jeden Samstag in der Zeit von

14.00 Uhr - 17.00 besichtigt werden  

oder nach telefonischer Anmeldung

 


11.10.2020

Buchweizen-Pfannkuchen Nachtrag 3 

In den letzten Wochen haben wir mehrmals über Buchweizen (die Pflanze, die Ernte, das Backen) berichtet. Der Georgsdorfer Mühlenverein betreibt nicht nur eine Mühle, sondern auch vier Hektar Buchweizenfeld auf einem Mooracker. Blinkende Tautropfen auf den rötlich schimmernden Pflanzen sind erwünscht. Die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass nicht allzu viele Körner beim Mähen auf den Boden fallen. Wenn die Körner getrocknet und gemahlen sind, dann steht das Mehl bereit für den "Bookweiten-Janhinnerk" (platt für 'Buchweizen-Pfannkuchen').

Durch die guten Beziehungen unseres Vorsitzenden Kurt Simons zu den Georgsdorfern, gibt es auch Buchweizenmehl im Mühlenverein Hiesfeld. Dazu gehört das passende Rezept für einen herzhaften Pfannkuchen.

Klick auf das Bild für eine gute Sicht auf die Zutaten und die Zubereitung.

 


04.10.2020

 Nachtrag 2 

Vor einigen Wochen zeigten wir diesen Schaukasten der Sparkasse, in der Nähe des Mühlenmuseums, an der Zweigstelle mit dem Geldautomat. Inzwischen geben wir dort in "klassischer Art" Informationen an interessierte Bürger. Gleichzeitig verbinden wir die plakative Welt mit den digitalen Medien (siehe Pfeil). Das Blatt mit dem großen QR-Code und dem blauen Hinweis auf facebook verbindet die Informationswelten. Wer seine QR-App (auf dem Smartphone) auf dieses Symbol richtet, wird sofort mit der facebook-Mühlenseite verbunden und bekommt... keine Sorge -> kein Spiel -> kein Abo, einfach nur unsere Hiesfelder Mühlenwelt in Text, Bildern und Videos.

 


27.09.2020

 Nachtrag 1 

Dieses Kurzvideo zeigt die Buchweizen-Ernte nach alter Art von Hand. Danke an unseren Mühlenfreund Hans Terhaer, der uns mit nur 22 Sekunden einen guten Einblick in die Arbeit gibt. Am 23. und 30. August gab es hier Bilder und Berichte über den Buchweizen. Mit der "Lieferkette" (neudeutsch: Supply Chain) Feld - Mühle - Brot konnte der Mühlenverein einen kompletten Blick auf ein altes, aber noch immer aktuelles Produkt werfen.

Das zweite Rohmaterial, die Lohe, wurde früher in beiden Hiesfelder Mühlen als Mahlgut für die Ledergerberei eingesetzt. Das wird der Mühlenverein jedoch nicht nachstellen. In den letzten Schritten liegt das zu gerbende Fell in einer stinkenden Lake. Deshalb waren Gerbereien auch früher nur am Stadtrand zu finden. Mehr dazu hier


23.09.2020

Wir sind traurig

Fritz Colditz

   * 6. Januar 1930        † 15. September 2020

Fritz war Gründungsmitglied des Mühlenvereins Hiesfeld e.V.

Unsere Anteilnahme gilt jenen, die ihn kannten und liebten

 


20.09.2020
hier wird geknetet dann kommt der Teig in Form...
backen... und essen!

Kneten, formen, backen, essen...

das war die eine Seite des letzten Sonntags (Anm der Red.: die Kostproben waren lecker). Ein Paar aus dem Saarland besuchte uns und zeigte mit Tipps und Hilfen, dass Sie erfahrene Holzofen-Bäcker sind. Mit den Verbesserungen in den letzten Monaten (in der Küche + Knetmaschine) ging manches leichter von der Hand. 

Bei bestem Wetter und guter Stimmung konnten 65 Besucher, darunter die Fahrradgruppe ADFC aus Xanten, durch das Museum geführt werden. Eine große Gruppe konnte wegen der 'Corona-Regeln' leider nicht berücksichtigt werden, da alle Bereiche besetzt und das Limit ausgeschöpft war. Statt Wahllokal, wie sonst (Kommunalwahl in NRW), waren die Gebäude diesmal ein besonderer Teil des Denkmaltages.

(Fotos: Mühlenverein)


13.09.2020
Eingang über den Hof Hand-Hygiene und Plastik-Mühlen
Der Duft des frisch gebackenen Brotes Der 'Rundgang' in Haus 1 über beide Etagen

Heute: "offenes Tor"

Diese Bilder entstanden am Probetag im August. Viele Dinge wurden bedacht: Zunächst wurde der Eingang auf die Hofseite verlegt. Einige "inoffizielle" Zufallsbesucher kamen so am aktiven Ofen vorbei und erhielten zum Auftakt den frischen Duft vom Brot (geknetet von der neuen Knetmaschine). Zahlreiche Schrifttafeln wiesen auf die Gesundheitsregeln hin. In den geschlossen Räumen durften maximal drei Kleingruppen, natürlich mit Maske und Abstand. Vorstandsmitglieder und zahlreiche aktive Mitglieder haben zuvor alles gereinigt und für maximalen Schutz gesorgt. Für die zufälligen Besucher (die Öffnung war nicht angekündigt worden) gab es "private" Führungen. Windmühlen-Flügel und Wasserräder der Modelle bewegten sich. Nur die einzige 1:1- Kugelmühle zuckte ein wenig - doch nach 5 Jahren im Museum wurde für den heutigen Tag noch einmal an den Schrauben gedreht.

(Fotos: Kurt Simon)


06.09.2020

Tag des offenen Denkmals 2020 - Mühlenmuseum geöffnet

Bitte beachten: 

Im Gegensatz zu den letzten Jahren ist das Baudenkmal "Windmühle" an der Sterkrader Straße nicht geöffnet.

Im Mühlenmuseum / Mühlenhof werden jedoch zahlreich aktive Mitglieder des Mühlenvereins für Fragen und Informationen zur Verfügung stehen.

Im Rahmen der Pandemie-Bestimmungen der Landesregierung ist der Zutritt nur mit Mund-/ Nasenschutz gestattet.

Zahlreiche andere Baudenkmäler öffnen in diesem Jahr nur virtuell, über die sozialen Medien, ihre Türen. 

PS: An diesem Tag ist endlich wieder Gelegenheit, auch Mitglied im Mühlenverein zu werden (15€ /Jahr)


30.08.2020

August 2020: Blauer Himmel über Buchweizenfeld

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Buchweizen (2) Ein großartige Nah-Aufnahme vom echten Buchweizen bietet die Gelegenheit, noch ein paar Informationen nachzuliefern:

Im Anbau stellt Buchweizen wenig Ansprüche an den Boden und gedeiht auch in sonst ziemlich unfruchtbaren Heide- und Moorgegenden. Die Pflanze ist jedoch empfindlich gegen Kälte und erträgt keine Temperaturen unter +3 °C. Zum Keimen benötigt Buchweizen eine Bodentemperatur über 10 °C und kann daher erst ab Mitte Mai bis Anfang Juni ausgesät werden. Aufgrund dieser Ansprüche ist in Europa ein Anbau nur bis etwa 70° nördlicher Breite und in Höhenlagen bis 800 m möglich. Wegen unsicherer Fremdbestäubung bringt der Buchweizen trotz vieler Blüten nur etwa neun Nüsschen pro Pflanze.

Zur Gewinnung der Buchweizennüsschen erfolgt die Aussaat in Mitteleuropa zwischen Mitte Mai und Mitte Juni, in wärmeren Tieflagen auch erst im Juli. Die Nüsschen reifen schnell innerhalb von zehn bis zwölf Wochen nach der Aussaat, so dass die Ernte im Mähdreschverfahren zwischen Ende Zeichnung der BuchweizenpflanzeAugust und Anfang September erfolgen kann. Buchweizen ist stark witterungsempfindlich, weshalb der Ertrag mit weitaus mehr Unsicherheiten behaftet ist, als bei üblichen Getreiden. Die Erträge liegen bei etwa 10 bis 25 dt/ha. In besonders guten Lagen (Weinbauklima) kann Buchweizen auch als Zweitkultur nach früh abreifenden Vorfrüchten wie Wintergerste angebaut werden. Bei Saatterminen von Mitte bis Ende Juni ist eine Ernte Ende September möglich.

Der späte Termin war auch ein Gewinn für die Müller, die damit die Mahlsaison verlängern konnten, insbesondere wenn kein anderes Mahlgut zur Verfügung stand.

Foto: Kurt Simons / Zeichnung Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz 1885 (gemeinfrei)


23.08.2020

August 2020: Blauer Himmel über Buchweizenfeld

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Buchweizen (Fagopyrum) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Knöterichgewächse. Die 15 bis 16 Arten sind in Eurasien und im östlichen Afrika verbreitet.

Trotz der Bezeichnung Buchweizen handelt es sich nicht um Getreide, sondern um ein Pseudogetreide, das sich vor allem zur Diversifizierung der Landwirtschaft anbietet, die sonst von den Süßgräsern Weizen, Gerste und Mais dominiert wird. Da die Früchte des Buchweizens glutenfrei sind, spielt deren Mehl eine wichtige Rolle bei der Ernährung von Menschen mit Zöliakie. Die bekannteste Art der Gattung Fagopyrum ist der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum).

Die Gattung Fagopyrum wurde durch Philip Miller (1691–1771) aufgestellt. Der Gattungsname Fagopyrum leitet sich aus dem lateinischen Wort fagus ‚Buche‘ und dem griechischen Wort πυρ?ς pyros, deutsch ‚Weizen‘ ab und bezieht sich auf die bucheckernförmigen Früchte.

Die Fagopyrum-Arten kommen ursprünglich in Eurasien und im östlichen Afrika vor. In China kommen zehn Arten vor, sechs davon nur dort. Buchweizen wird in China seit 4600 Jahren und in Japan seit 3500 Jahren kultiviert. 2018 wurden laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO weltweit etwa 2,9 Mio. t Buchweizen geerntet.

Buchweizenkörner müssen geschält und von der Schale getrennt werden, da die Schale, und zwar vor allem die Fruchtschale, den roten Farbstoff Fagopyrin enthält, der gesundheitsschädlich ist. Das rotfarbige Häutchen, das die Körner umgibt, kann nach dem Verzehr Allergien auslösen (Fagopyrismus), welche durch Einwirkung von Sonnenlicht zu Hautekzemen führen können.

Die Körner werden zu Graupen, Grütze, Grieß oder Mehl, das landschaftlich Heidemehl oder Heidenmehl genannt wird, verarbeitet. Im Gegensatz zu Getreide hat das Korn keine unterschiedlichen Bestandteile, die man wahlweise weglassen oder mitmahlen kann; insoweit gibt es keinen Ausmahlungsgrad und jedes Buchweizenmehl ist ein „Vollkornmehl“, selbst wenn dies nicht auf der Verpackung steht.

Damit werden in erster Linie Breigerichte, aber auch Suppen, Fladen und Nudeln hergestellt. Ab einer Beimischung von 20 % zu Weizen- oder Roggenmehl darf das Brot als Buchweizenbrot bezeichnet werden. Buchweizenmehl ist mangels Gluten nicht eigenbackfähig. Buchweizengrütze wirkt aufgrund ihrer hohen Quellfähigkeit ähnlich stark sättigend wie Hirse. In Nordamerika sind Buchweizenpfannkuchen, serviert mit Ahornsirup, eine beliebte Spezialität. Auch die bretonische Galette (Bretonisch Krampouezhenn) besteht aus Buchweizenmehl, sie ist die herzhafte Variante der im deutschen Sprachraum bekannteren Crêpe. In der japanischen Küche haben Buchweizennudeln (Soba) und Buchweizen-Tee (Sobacha) einen festen Platz. (Bild Mühlenverein / Kurt Simons) - Textauszüge aus WIKIPEDIA


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