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Besuch der Ministerpräsidentin - 6. Mai 2012
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Hannelore Kraft machte im NRW-Wahlkampf Station im Mühlenmuseum in Hiesfeld.

Hiesfeld bedeutet für Hannelore Kraft gewinnen. Als Kind war die NRW-Ministerpräsidentin Handballerin, bei Auswärtsspielen beim TV Jahn holte sie mit den Mülheimern so manchen Punkt. Gestern jedoch kam sie ins Mühlenmuseum, um Schulterschluss mit Hiesfeld zu zeigen. Die SPD lud Vertreter aus Ehrenamt und Bildung zum Gespräch. „Das Engagement der Ehrenamtlichen macht das Leben in einem Stadtteil aus“, so Stefan Zimkeit (SPD). 

Hannelore Kraft pflichtet ihm bei: „Was wir schaffen können, ist begrenzt. Aber es hängt davon ab, wie wir uns engagieren.“ Integration und gleiche Chancen für alle Kinder eines Stadtteils sieht sie nicht allein im Ausbau von Kitas, sondern in der Nachwuchsarbeit der Vereine. Ihr erklärtes Ziel: Mannschaftssport für jedes Kind. Es sei ihr bewusst, dass der erstrebte offene Ganztag in der Schule und die aktive Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an den Angeboten von Vereinen und Kirchen einen Konflikt darstellen. In der Wassermühle bot sie den ehrenamtlichen Vertretern vor Ort eine offene Diskussion an. Diese wiederum forderten grundlegende Unterstützung ein. Zum Beispiel Bürokratieabbau, wenn es um die Zusammenarbeit von Vereinen und Kommunen geht. Doch angesichts der aktuellen Verbote von Rocker-Vereinen zeige sich, dass man sich in diesem Bereich auch auf einer Gratwanderung zwischen Bürokratieabbau und Sicherheit befände.

Nicht alle Fragen aus den Reihen der Ehrenamtlichen waren gestern auf vereinsinterne Belange beschränkt. Der noch immer nicht behindertengerechte Bahnhof Dinslaken wurde ein Thema. Für Hannelore Kraft die Gelegenheit zum Wahlkampfschwenk 

Richtung Bundesregierung. Ein großer Teil des Solis fließe nicht direkt in den Osten, sondern ginge in die Infrastruktur. Und die würde auffällig deutlicher im Süden gefördert als in NRW. Beispiel Bahnhöfe und Beispiel Betuwe. „Das dritte Gleis und der damit verbundene Lärmschutz müssen gebaut werden. NRW will vorfinanzieren, es fehlt allerdings die belastende Zusage des Bundes.“

Die Verteilung von Geldern. Beim Einzelgespräch mit den Vereinsvertretern wird Kraft in einem weiteren Bereich deutlich. Das von der NRW-Regierung geschnürte Sportpaket fange auch sinkende Ausgaben des Bundes ab. Dort fehlten Gelder aus rückläufigen Einnahmen aus Lotto und Toto : Es ist der Topf, aus dem Sport und Kultur gespeist würden.

Dinslaken beeindruckt mit regenerativer Energie Seitenhiebe auf die Bundesregierung auch in Sachen Energiepolitik. Es fehle ein Masterplan, und wo ein Zahnrädchen im Gefüge haken würde, drohe das ganze Gefüge zum Stillstand zu kommen. 29 000 Arbeitsplätze habe man dagegen 2011 in NRW im Bereich Energieversorgung geschaffen. Kraft nennt auch Aluminium als Chance – „auch wenn in Voerde im Moment Probleme sind“. Diese sieht sie übrigens nicht allein durch die hohen Energiekosten, die 50 Prozent der Ausgaben Voerdals ausmachen sollen. Es gebe noch andere Gründe,, über die ich hier nicht öffentlich spreche“, hielt sich die Ministerpräsidentin bedeckt.

Von einem Erfolgserlebnis konnte dagegen Bürgermeister Dr. Michael Heidinger berichten. Als er diese Woche bei einer Tagung in den USA berichtete, dass die Stadt mit regenerativen Energien Gewinne einfahre, hätten ihn die Amerikaner ungläubig angeguckt. Wenn Lohberg jetzt noch wie geplant zum CO2-neutralen Stadtteil werden sollte, kann der Wandel Dinslaken tatsächlich als internationalen Leuchtturm strahlen lassen. 

„Vergesst Hiesfeld aber nicht“, warnte Dieter Petrak, Vorsitzender der Werbegemeinschaft. Hier drängt vor allem die Nahversorgung. Heidinger kündigte an, dass ein Einzelhandelskonzept bis Jahresende verabschiedet werden soll.

Bettina Schack 

 
 
   
Photos:Renate Duscha
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